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Musik sind auch nur Daten. Eine ernüchternde Feststellung, ist doch Musik im Gegensatz zum 1-0-1-0-0-1-Universum eine höchst emotionale Sache. Hilft ja nix, ist so.

Gleichwohl ergeben sich daraus Möglichkeiten. Wir haben das zum Beispiel kennengelernt bei Shazam, der App, um Musik zu erkennen. Diese App beruht im Grunde darauf, Musik so auszurechnen, dass die Ergebnisse vergleichbar werden. Das Resultat verblüfft mich jedes Mal aufs Neue.

Eine weitere Möglichkeit stellt nun eine neue App zur Verfügung, die ich zum unbedingten Kauf all denen empfehle, die wissen, was sie für Musik wollen, aber die neues kennenlernen wollen. Musik, die ähnlich ist, wie das, was man bereits kennt.

Name: Discovr
Preis: 2,39 Euro | iTunes-Link

Die App ist letztendlich ein riesiges Mash-Up aus allen möglichen Quellen im Web. Zu Beginn tippt man zunächst den Namen einer Band ein, die als Referenz dient. Ich habe es mal ausprobiert mit der spanischen band Chambao, die ich sehr schätze. Von denen habe ich bereits alle Veröffentlichungen, würden aber so ähnlichen Sound gerne mehr hören.

Im nächsten Schritt werden auf dem iPad dann die Bands angezeigt, die Ähnlichkeiten mit Chambao aufweisen. Meines Wissens ist das Ergebnis ziemlich gut. Die relevanten Bands werden angezeigt.

Wenn man auf die Kreise tippt hat man zwei Möglichkeiten. Wenn man einmal tippt, wird um die gewählte Band wiederum um neue semantische Lösungen bereichert. Sehr clever finde ich das.

Wenn man zweimal tippt, dann erhält man Informationen zu der ausgewählten Gruppe: Wikipedia, YouTube, Blogs, Band-Website usw. Funktioniert sehr schön. Kleines Detail am Rande: wenn man ein Video zum Abspielen gebracht hat, läuft das weiter, wenn man sich in der App bewegt.

Ich habe es auch getestet mit der deutschen Band Erdmöbel und die Ergebnisse waren ähnlich gut. Mir gefällt diese App. Könnte Furore machen.

Kauftipp für Musikfans.

Musik auf dem iPad: schönes Video erschienen

von Dirk Baranek am 8. Januar 2011 · 3 Kommentare

Die beiden israelischen Musiker Ray Livnat und Eyal Amir haben einen recht flotten Song komponiert und als Video veröffentlicht, der im Wesentlichen auf dem iPad entstanden ist.

Diese iPad-Apps wurden benutzt (iTunes-Links)

Wie berichtet hat die britische Comic-Band Gorillaz ihr neues Album veröffentlicht, das nach eigener Aussage komplett auf dem iPad produziert wurde. Der erste Song ist in dem folgenden Video zu sehen. Musikalisch ist das jetzt sicher nicht unbedingt die Neuerfindung des Musikwesens an und für sich.

Egal, jedenfalls hat die Website Engadget eine Liste verbreitet mit den Apps, die die Gorillaz bei der Produktion benutzt haben sollen. Die iPad-Apps aus der Liste haben wir uns mal etwas näher angeschaut.

Speak It!
Mit dieser App kann man Texte in gesprochene Sprache umwandeln. Wenn man sich die Rezensionen anschaut, scheint es ganz gut zu klappen, bis auf kleinere Schwächen, z.B. kein Import von PDFs. Deutsche Stimmen können innerhalb der App für je 0,79 Euro hinzugekauft werden. Interessanter Aspekt: Menschen mit Handicaps empfehlen diese App.
Preis: 1,59 Euro | iTunes-Link

SoundyThingie
Gezeichnete Linien werden in Töne umgesetzt. Wie man in dem Video rechts sehen kann, bietet die App sehr viele Möglichkeiten. Das Konzept der Tonerzeugung ist jedenfalls sehr kreativ.
Preis: 2,39 Euro | iTunes-Link

Mugician
Über diese App hatten wir hier bereits berichtet.
Preis: Gratis | iTunes-Link

Synth
Wie der Name schon vermuten lässt: eine App, die einen Synthesizer mit einem Keyboard simuliert. Mehr als 40 Instrumente und eine Menge Soundeffekte stehen zur Verfügung. Die Bewertungen sind positiv.
Preis: 0,79 Euro | iTunes-Link

FunkBox Drum Machine
Ein App, um Rhythmus-Beats und Loops mit ein wenig Retro-Unschärfen zu erzeugen. Nach Update wohl brauchbar. US-Musikmagazine sind jedenfalls überzeugt von der Sache.
Preis: 2,39 Euro | iTunes-Link

AmpliTube
Stolzer Preis, Hammer-App. Man kann E-Gitarre oder E-Bass an das iPad anschließen und das fungiert dann als Verstärker. Dutzende Funktionen. Musiker meinen: “Für mich eine coole App, um zu experimentieren und zu skizzieren.”
Preis: 15,99 Euro | iTunes-Link

Xenon Groove Synthesizer
Die App beinhaltet verschiedene poly- und monophone Synthis, eine Rhythmus-Maschine sowie diverse Sequenzer.
Preis: 3,99 Euro | iTunes-Link

KORG iElectribe
Die legendäre analoge Beatbox des Herstellers KORG als iPad-App.
Preis: 15,99 Euro | iTunes-Link

BS-16i
App ist aufgemacht wie ein Keyboard und fungiert als “Playback Sampler”. Formate wie SoundFont und MIDI werden unterstützt.
Preis: 3,99 Euro | iTunes-Link

Mellotronics M3000 HD
Das berühmte Instrument von Mellotronic aus den 60ern erlebt seine Wiederaufstehung. Offiziell lizensierte App, mit der man den Originalsound von damals reproduzieren kann.
Preis: 9,99 Euro | iTunes-Link

iOrgel HD
Irre App: Walzenmusikbox! Siehe Video…
Preis: 2,39 Euro | iTunes-Link

Olsynth
Klassischer, monophoner Synthesizer.
Preis: 5,49 Euro | iTunes-Link

StudioMiniXI
Kleines Tonstudio mit 8-Spur-Mischpult, Drumcomputer, Keyboard und WLAN-Export.
Preis: 4,99 Euro | iTunes-Link

BassLine
Kleiner Drumcomputer.
Preis: 0,79 Euro (Aktuell reduziert) | iTunes-Link

Harmonizer
Erzeugt Töne zum Einstimmen.
Preis: Kostenlos | iTunes-Link

Mit Soundkugeln spielen: Soundrop

von Dirk Baranek am 20. Dezember 2010 · 0 Kommentare

“Es macht süchtig” – das ist eine Feststellung, die bei Beschreibungen dieser App immer wieder zu hören ist. Es handelt sich um die App Soundrop, die es kostenlos im Appstore gibt (iTunes-Link).

Das Prinzip ist relativ simpel. Man tippt einmal auf den Startbildschirm und an der gewählten Stellen entsteht eine Art Loch, aus dem dann kleine weiße Kugeln herausfallen, ständig und ohne Ende. Im nächsten Schritt zeichnet man diesen Kugeln weiße Barrieren in den Fallweg. Von diesen Linien prallen die Kugen ab und dabei entsteht ein Ton. Am besten mal das Video anschauen…

Innerhalb das App kann man für 1,59 Euro noch weitere Instrumente wie zum Beispiel ein Saxophon kaufen.

Zu Weihnachten gehört auch eine Soundkulisse, der Mensch ist so. Die gewünschte Besinnlichkeit stellt sich ohne die entsprechenden Töne nicht her. Da sind wir programmiert wie ein Pawlowscher Hund.

Nicht das wir uns missverstehen, es geht hier nicht um Musik, es geht um Töne: Glöckchen, Winter, Schlitten, Ho-Ho-Ho, so Sachen.

Wer das also gerne erzeugen möchten, dem sei empfohlen die iPad-App iSoundGrid Northpole . Im Angebot sind 40 Soundeffekte und 10 weitere Töne, die geloopt werden können, zum Beispiel das Klicka-Klacka einer Spielzeugfabrik.

Kostet aktuell 1,59 Euro und gibt es hier: iTunes-Link

Das Video zeigt die Details ganz gut.

Übrigens, noch ein Tipp für Weihnachtshasser: Die haben noch eine ähnliche App mit Halloween-Gore-Sounds im Angebot… iTunes-Link

Radio hören auf dem iPad: Radio for iPad

von Kacper Potega am 16. Dezember 2010 · 1 Kommentar

Radio for iPadVorweg: Natürlich ist das nicht die erste Radio-App für das iPad. Aber sie unterscheidet sich eben doch ein bisschen. Darum stellen wir sie jetzt mal kurz vor.

Radio for iPad (0,79 Euro | iTunes-Link) ist eine Webradio-App, mit der sich unterschiedliche Radiosender auf das iPad streamen und hören lassen – und zwar dankMultitasking auch im Hintergrund. Soweit alles bekannt. Anders als z.B. die App radio.de (iTunes-Link) bietet diese App aber keine unübersichtliche Riesenauswahl, sondern konzentriert sich auf regionale Radios. So bekommt man bekannte Sender, die auch regionale Nachrichten bieten, ohne ewig danach suchen zu müssen. Voraussetzung ist aber, dass man in einer größeren Stadt wohnt. Mein liebes Wiesbaden taucht nicht auf der Liste, immerhin aber Frankfurt/Main.

Radio for iPad Screenshot

Negativ aufgefallen ist mir beim Test nur, dass die Städte nicht alphabetisch sortiert sind. Eine solche Sortierung würde die Suche nach der richtigen Stadt deutlich beschleunigen – allerdings erfolgt die meist ja nur einmal, weswegen das ein eher kleineres Manko ist.

Positiv ist zu vermerken, dass durch die vorhandene Bandscan-Möglichkeit und die Anzeige der Frequenz im Display richtig gutes altes Radio-Feeling aufkommt. Im Display wird außerdem abwechselnd mit dem Sendernamen das aktuell gespielte Lied angezeigt und so das auch aus dem Autoradio bekannte RDS nachempfunden.

Die Cartoon-Band Gorillaz (zur Bandwebsite) wird ihr komplett auf iPad eingespieltes Album zu Weihnachten veröffentlichen und an die Fans verschenken.

Wie Damon Albarn, Ex-Blur-Chef und zusammen mit dem Comic-Zeichner Jamie Hewlett Gorillaz-Gründer, der australischen Couriermail sagte, wird das Album am ersten Weihnachtstag zum Gratis-Download zur Verfügung stehen. Der Termin macht insofern Sinn, als dies der Geschenkeverteiltermin in der anglophonen Welt ist.

Am Heiligabend soll das dazugehörige Video veröffentlicht werden.

Außerdem hat Albarn in dem Gespräch erneut klargestellt, dass das Album komplett auf iPad eingespielt und produziert wurde – ohne den Einsatz traditioneller Studiotechnik.

Wir sind gespannt.

Fetziges Weihnachtslied auf iPads eingespielt

von Dirk Baranek am 9. Dezember 2010 · 5 Kommentare

Das fetzt ja ziemlich, was der Kirchenchor der Northpoint Community Church aus Alpharetta im US-Bundestaat Georgia da auf die Bühne bringt. Soll sich um einen Potpourri von Weihnachtsliedern handeln, aber hey, das rockt ganz schön. Zumindest am Anfang … Jedenfalls komplett auf iPads und iPhone eingespielt. Profis offenbar.

Ganz interessant scheint mir diese App zu sein mit diesem Glockenspiel. Konnte nix rausfinden, welche das genau ist. Weiß das jemand.

Danke für Hinweis @gillyberlin

Das ungeduldig erwartete Update des iPad-Betriebssystems iOS auf die Version 4.2 scheint für DJs eine Menge neuer Möglichkeiten zu bieten.

Ein Beispiel ist diese App mit dem Namen djay, die es aktuell noch nicht im App-Store gibt jetzt erschienen ist. Kostet 15,99 Euro.(iTunes-Link). Der US-Onlinedienst MacRumors hatte die Gelegenheit, sich diese Mixing-App vorab anzuschauen und hat dieses kurze Video veröffentlicht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, leitet sich ein Teil der neuen Funktionen von der optimierten Leistung des Touchpad ab. Vor allem profitiert die App aber von dem vollen Zugriff auf das iPod-Archiv. Das Video ist jedenfalls eindrucksvoll…

Entwickelt wird die App, die dann zusammen mit dem für Ende November erwarteteten Update veröffentlicht wird, von dem Unternehmen Algoriddim, die eine ähnliche Software für den Mac mit Erfolg herausgebracht haben.

Eine neue kostenlose iPad-App hat die Bühne betreten und die wird sicher in den nächsten Tagen für Furore sorgen. Die Rede ist von Aweditorium (iTunes-Link), eine clevere Wortschöpfung aus dem in der Webwelt so beliebten “awesome” (deutsch etwa “großartig”) und dem Begriff “auditorium” (deutsch “Zuhörer”).

Bei dieser App geht es um das Entdecken neuer Musik, von Sounds, von denen man bisher nichts hörte, die eher versteckt liefen, die kurz vor dem Durchbruch sind. Von Musik jedenfalls, so meine erste Einschätzung, die gut ist und die man hören will, die man aber noch nicht kennt.

Das Entdecken ist auf dieser App spielerisch organisiert, beinahe zufallsgetrieben. Man muss sich nicht anmelden, nicht Vorlieben mit Worten beschreiben oder den bekannten Genre-Schubladen zuordnen, nicht Lieblingsbands benennen, aus denen dann mittels sozialer Beziehungen neue Vorschläge generiert werden.

Vielmehr bekommt man eine Oberfläche angeboten aus vielen bunten Bildchen. Sobald man auf eines dieser Fotos tippt, geht es los: die Musik der betreffenden Band oder des Künstlers wird abgespielt. Dazu poppen Infos rein, kurze Texte aus Konzertkritiken, Infohäppchen usw.. Falls es ein Video zu den Musikern gibt, kann man das in der App aufrufen. Es ist verblüffend einfach, aber sehr faszinierend. Das sind genau diese Gefühle, die zu Musik gehören und die Entwickler uns wiederbringen wollen: schön, anrührend, traurig, komisch. Es geht eben um Musik.

Mein erster Eindruck über diese App: ein ganz neues App-Gefühl. Es tut sich auf eine schier unendliche Welt voll schöner Musik. Die App hat allerdings noch ein paar Kinderkrankheiten. Klar, die Server des Anbieters sind etwas überlastet. Aber das wird sich geben. Trotzdem: man kann sich stundenlang darin bewegen und ganz einfach neue Musik finden, die einem gefällt. Zudem wird man mit beieindruckendem Fotomaterial und ausgewählten Videos versorgt. Infos gibts obendrein.

Alle Songs können über Twitter und Facebook geshared werden. Außerdem gibt es einenAnschluss an iTunes.

Das alles wird sehr fein präsentiert, mit teilweise überraschend schönen Ideen. Zum Beispiel blendet der jeweilige Song sanft in den Hintergrund, wenn man das Begleitvideo startet.

Für mich die Geburt einer neuen Form des Musikjournalismus, der nicht fordert, sich jetzt mal gefälligst auf die tollen Wortinhalte zu konzentrieren, sondern der sagt: lehn dich zurück, bleibe entspannt, wir zeigen dir jetzt mal was Schönes.

Hier ein 20minütiges Interview mit James Miao, Mitbegründer von TheSixtyOne, die die App entwickelt haben. Das Interview, in dem die App selbst natürlich nicht zu kurz kommt, führt der US-Techblogger Robert Scobble, der schon vom “Flipboard of Music” spricht..

Danke für den Tipp an @frankstohl