Einträge getagged als:

kunst

Kunst umgibt uns überall und jeder hat eine andere Vorstellung von dem, was mit Kunst gemeint ist. Heute möchte ich euch einen weiteren iPad-Künstler vorstellen, der außergewöhnliche Gemälde auf seinem iPad realisiert.

[Vollständiger Artikel]

Manche halten das iPad für Kunst. Andere nutzen ihr iPad um Kunst zu konsumieren. Und dann sind da noch Menschen wie Nikolai Lockertsen, die mit ihrem iPad atemberaubende Kunstwerke schaffen.

[Vollständiger Artikel]

MONOPOL auf iPad: der nächste Reinfall

von Dirk Baranek am 13. Dezember 2010 · 1 Kommentar

Kunst also, zeitgenössische Malerei, Objekte, Performance, Konzept und was man da noch so alles finden kann in diesen Zeiten. Unter uns: ich mag das Zeug. Es gibt da immer wieder Sachen mit viel Humor, mit Geist, mit Sachen, die über den eigenen Horizont hinausgehen. Inspirierend ab und zu.

Über aktuelle Entwicklungen informieren Kunstmagazine, eines der vielleicht profiliertesten aus Deutschland heißt MONOPOL. Der Anspruch ist aber international. Ein sichtbares Zeichen dafür ist unter anderem die durchgängige Verwendung der englischen Sprache. Nun gut, das ist kein prinzipielles Hindernis. Ist jedenfalls aufwändig gemacht, durchgängig vierfarbig. Die Themenauswahl ist nach meinem Ermessen nicht gerade experimentell, sondern eher auf das fokussiert, was schon den Durchbruch geschafft hat. Egal, kann man sich mal anschauen.

MONOPOL muss natürlich auf das iPad. Jetzt liegt die erste Ausgabe vor. Gibt es sogar kostenlos im Appstore: iTunes-Link.

Okay, man lädt also die App und bekommt ene Art Regal. Dort steht die Dezemberausgabe zum Download bereit. 206 MB schwer. Was bekommt man? Die Print-Ausgabe angereichert durch ein (!) Video, eine interaktive Grafik und ein paar Diashows (mit Bildern, die sowieso drin sind). Wie jetzt, das ist alles? Genau.

Also: wer moderne Kunst mag und ein bisschen was erfahren will über Jonathan Meese zum Beispiel und was so auf der Art Basel in Miami los sein wird, der ist hier gut aufgehoben. Ansonsten zeigt sich eklatant, wie schwachsinnig es ist, ein Magazin derart auf iPad zu bringen. Zum Beispiel kann man es im Querformat nicht lesen, weil die Schrift zu klein ist. Man kann es aber auch nicht mit Gesten vergrößern! Bedeutet: man muss es hochkant lesen. Das hat wiederum zur Folge, dass einige Kunstwerke abgeschnitten werden, weil sie über die “Doppelseite” laufen. Arrgs.

Seufz. Wieder ein Reinfall. Was jetzt nichts über den Inhalt sagen soll. Das ist schon okay. Ich mag das.

Nach eigenen Angaben hat der Design- und Kunstbuchverlag teNeues uns allen das erste “Coffeetable-Book” für das iPad beschert. Nämlich: Svarovski Crystal Palace. Es geht darin um die Kriställchen und das Licht und das Design des Tiroler Glaswarenherstellers und viele kleine Texte dazu.

Liegt als App aktuell zum Einführungspreis von 14,99 Euro vor. iTunes-Link. Kostet ab Februar 19,99 Euro.

Darüber gibt es ein nettes Sneak Preview zum Anschauen:

Inhaltlich eine interessante Sache mit den für iPad-Publikationen typischen technischen und gestalterischen Schwächen.

Hier noch die Features, die der Verlag aufzählt.

  • Mit dem Fingern kann man durch die ca. 200 außergewöhnlichen Illustrationen blättern wie in einem realen Bildband.
  • Dabei ist sind Buchschatten und Blättersound nach Belieben ein oder aus-schaltbar.
  • Die Bilder können herangezoomt werden, um die feinen Details der Design-Projekte genauer betrachten zu können.
  • Schnellnavigationsleiste, Index- und Schlagwortsuche erleichtern zusätzlich dabei die Navigation innerhalb des eBooks.
  • Für das richtige Ambiente sorgen drei Easy-Listening-Songs, deren musikalische Untermalung die glitzernde Bilderwelt der Kristalle noch strahlender erscheinen lässt.
  • Neben den Musikstücken ist das eBook mit vier Videos rund um Nadja Swarovski und ihre gefeierten zeitgenössischen Designer ausgestattet.
  • Seine vielen intuitiven Funktionen, die unterlegte Musik und die inkludierten Videos machen das „Swarovski Crystal Palace“ eBook zu einem multimedialen Erlebnis der Superlative.
  • Es handelt sich um ein englischsprachiges eBook, die Bedienhinweise erscheinen jeweils in deutscher oder englischer Sprache, je nachdem, in welchem Land das iPad angemeldet ist.

Das weltberühmte Museum für Moderne Kunst in New York, das MoMA, hat eine App für deren nächste große Wechselausstellung veröffentlicht. Die beschäftigt sich mit New Yorker Künstlern des sogenannten Abstrakten Expressionismus, einer Kunstrichtung, die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts Furore machte. Daher heißt die Gratis-App denn auch MoMA AB EX NY (iTunes-Link).

Diese Ausstellung läuft bis ins nächste Jahr und lohnt mit Sicherheit einen Besuch. Wer es in dieser Zeit nicht schafft zum Big Apple, dem sei diese App empfohlen, die nicht nur viele der ausgestellten Arbeiten präsentiert, sondern reichlich Materialien zu den Künstlern bietet, unter anderem seltene Videos und Fotos.

So weit, so gut.

Was aber dieser ganzen Story einen ganz anderen Drive gibt, ist das folgende Video, das das MoMA selbst veröffentlicht hat, um die App vorzustellen. Denn das Ganze ist eine gut gemachte Parodie auf die Katzenmarotte, die sich immer weiter unter den webheads ausbreitet. Aber sehen Sie selbst, was dieser samtpfötige social media guru empfiehlt…

Via: Gilly

iPad als Palette für Touchwandgemälde

von Dirk Baranek am 15. November 2010 · 1 Kommentar

Hier eine neue, experimentelle, optisch faszinierende Anwendung der neuartigen Touchoberflächen. Entstanden ist das am Electronic Visualization Laboratory (EVL), einem Forschungsbereich der Universität von Illinois in Chicago.

Es geht um Malerei auf einer sechs Meter breiten Fläche, die insgesamt 8.160 x 2.304 Pixel misst. Das sind 18,8 Megapixel. Darauf kann mit den Fingern sowie mit normalen Pinseln und sogar Rollen gemalt werden.

Zum Einsatz kommt dazu ein iPad. Das dient als Palette, auf dem die Einstellungen des Strichs vorgenommen werden. Die Farben werden ebenfalls darauf gemischt. Insgesamt können bis zu acht Personen gleichzeitig darauf malen.

Mehr Infos in dem Video.

iPad als Leinwand

von Dirk Baranek am 9. November 2010 · 0 Kommentare

Auf dem iPad “malen” – dafür gibt es viele Apps. Darum geht es aber bei der inwzwischen eröffneten Ausstellung bei Gravis am Berliner Ernst-Reuter-Platz nicht. Vielmehr haben sich drei Künstler mit der Rückseite des Geräts beschäftigt. Dafür haben sie Entwürfe zur Verfügung gestellt, die dann mit einer Lasermaschine auf das Aluminium gefräst wurden. In der Ausstellung kann man nicht nur die Ergebnisse begutachten, sondern auch mehr erfahren über die beteiligten Künstler.

Mehr Infos zu der ganzen Aktion findet man hier bei Proud Magazine oder in dem Video unten.

Tipp: am 27. November ab 19 Uhr werden die drei Unikate in einer öffentlichen Auktion versteigert.

Mandalas sind bekannt. Es handelt sich dabei ursprünglich um religiöse Symbole aus der indischen Kultur, denen immer ein gleiches Prinzip innewohnt: es sind kreisförmige stets streng symetrische Darstellungen. An dieses Prinzip lehnt sich die iPad-App Melodala (iTunes-Link / 1,59 Euro) an, deren Ergebnisse etwas an ein Kaleidoskop erinnern, das man sich in Kindertagen als Pappröhre vor das Auge hielt, um die gespiegelten bunten Steine in permanent veränderlicher Symetrie anzuschauen.

So ähnlich funktioniert die App, wie man in dem ersten Video sehen kann (hier die iPhone-Version): man tippt auf den Bildschirm und malt mit dem Finger. Allerdings wird die Zeichnung automatisch an sechs Punkten gespiegelt dargestellt. Daraus ergibt sich immer ein auf einem Kreis basierendes Gemälde. Die Vorsilbe “Melo” bezieht sich im übrigen auf den Umstand, dass die App auf der Aktivität des Nutzers basierende, leicht meditative Musik produziert.

Die App fasziniert offenbar Künstler. David Hockney soll Fan sein. In dem zweiten Video sieht man die App im Einsatz in der renommierten Kunstmuseum Tate Britain in London. Dort waren drei iPads aufgestellt und die Besucher konnten die App benutzen. Die Ergebnisse wurden ausgedruckt und ausgestellt. Melodala war die erste App, die Eingang in die Tate Britain gefunden hat.

MELODALA at The Tate Britain: Installation Film from Mark McEvoy on Vimeo.

3D-Lichtobjekte animiert mit iPad

von Dirk Baranek am 14. September 2010 · 0 Kommentare

Sehr schönes Video aus London. In dem zeigen die Leute von Dentsu und Berg, wie sie mit iPads 3D-Lichtobjekte erzeugen und animieren. Funktioniert wohl so, dass diese Lichtobjekte zunächst mit Software entworfen und in Scheiben geschnitten werden. Diese “Scheiben” werden auf dem iPad angezeigt, je nach der Postionen eben verschiedene Schnitte durch die Objekte. Dann werden die iPad-Oberflächen mit Langzeitbelichtungen abfotografiert. So entstehen faszinierende 3D-Lichtobjekte, Magic Light Paintings, wie die Künstler das nennen, die sich im Raum bewegen. Ziemlich klasse.

Hier im Video wird es zunächst erklärt und ab Minute 1:30 beginnt der dabei entstandene Film.

Making Future Magic: iPad light painting from Dentsu London on Vimeo.

Malen auf dem iPad mit der App Brushes

von Dirk Baranek am 30. Juni 2010 · 2 Kommentare

Mit dem iPad kann man nicht nur Medien konsumieren, sondern auch herstellen. Ich hatte darauf schon im Zusammenhang mit Musik hingewiesen.

Ähnliches entwickelt sich in Richtung Bilder, Malerei, Kunst – wie immer man das nennen will. Inzwischen kristalliert sich vor allem eine App heraus, mit der jetzt viele Kreative anfangen, ihre (Klein-)Kunstwerke zu erstellen: Brushes (5,99€ | iTunesLink).

Brushes bietet eine umfangreiche Funktionspalette und scheint hervorragend geeignet, visuelle Ideen in digitale Bilder umzusetzen. Ich will mich hier gar nicht in der Aufzählung der detaillierten Möglichkeiten ergehen, sondern habe einfach mal bei Flickr rumgesucht, ob es da nicht schon ein paar konkrete Beispiele gibt, was die Leute so mit der App anfangen. Gibt es natürlich schon massig. Ich habe daraufhin eine Galerie zusammengestellt mit ein paar, wie ich finde, guten Beispielen, die auch die diversen Stile berücksichtigen, die möglich sind. Es handelt sich dabei nicht in jedem Fall um richtig anspruchsvolle Kunst, aber was solls, darum geht es erstmal nicht.

Hier geht es zur Galerie bei Flickr.

Dann hier noch ein Video, das ziemlich gut zeigt, wie der Workflow auf Brushes in etwa aussieht. Im siebenminütigem Zeitraffer kann man dem New Yorker Künstler David Jon Kassan über die Schulter schauen, wie er in drei Stunden ein fotorealistisches Porträt erstellt. Ganz interessant, wie er immer wieder mit Vergrößern-Verkleinern arbeitet, um Details zu gestalten.