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Apple scheint auf Proteste gegen (selbst)zensierte Inhalte bei Apps für das iPad zu reagieren. Jetzt wurden zwei Comic-Titel nach Protesten wieder in ursprünglicher Form zugelassen.

Wie berichtet, muss sich Apple dem Vorwurf aussetzen, selbst leicht anstößige, erotische Inhalte oder auch Gewaltdarstellungen aus dem App-Store rausschmeißen und mit dieser Poltik weit über das Ziel hinauszuschießen. Wir hatten hier auf Schwärzungen in der deutschen BILD hingewiesen. Jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

Zum einen hat nach eigener Beobachtung die BILD auf Balken über blankem Busen in den letzten Tagen verzichtet. Zum anderen sind jetzt zwei Fälle bekannt geworden, in denen Comics zunächst auf Verlangen des App-Store-Teams zensiert und dann nach heftigen Protesten in der Web-Öffentlichkeit doch wieder in der ursprünglichen Form zugelassen wurden.

Dabei gandelt es sich in dem einen Fall um eine Comic-Adaption des Romans Ulysses von James Joyce. Dieser Roman erregt, nebenbei bemerkt, wegen expiliziter Schilderung sexueller Handlungen seit Jahrzehnten die Gemüter. Die Comic-Version als iPad-App – Titel: Ulysses Seen – ist dagegegen eigentlich ziemlich harmlos und enthält nur eine Zeichnung mit einem nacktem Frauenoberkörper. Apples Reaktion: Das muss geändert werden.

Gleiche Vorgehensweise bei einer Graphic Novel nach Oscar Wildes Importance of Being Earnest. Hier bestand die inkriminierte Stelle in einem Kuss – allerdings von zwei Männern, also in einer homoerotischen Darstellung. Die Autoren entschlossen sich daher zu schwarzen Balken.

Die Folgen war erheblich, denn beide Autoren machten das Vorgehen von Apple öffentlich und lösten damit einen Proteststurm im Web aus.

Jetzt die Kehrtwende: Apple ist zurückgerudert. Apple-Sprecher Trudy Miller sagte: “Wir haben einen Fehler gemacht.”

Inzwischen sind beide Comics wieder in der Original-Fassung erhältlich.

Fazit: Protest scheint was zu bringen. Apple hat seine Politik noch nicht gefunden. Der Computerhersteller muss lernen, sich auf dem empfindlichen Feld des veröffentlichten Wort und Bildes zurechtzufinden. Wie es aussieht, haben die Verantwortlichen die Reaktionen unterschätzt. Apple scheint lernfähig und will die intellektuelle Öffentlichkeit nicht vergrätzen.

Quellen: Bleeding Cool, The Big Money

Danke an @quitzi für den Hinweis

textunes jetzt auch für das iPad

von Dirk Baranek am 9. Juni 2010 · 2 Kommentare

Eine Pressemitteilung, die ich ziemlich interessant finde und daher mal einfach reinkopiere…

Auf dem iPad lernen Bücher laufen: textunes führt animierte Literatur ein

  • 500.000 eBooks aus der iPhone-App sind ab sofort auf dem iPad nutzbar
  • Neues Genre: Animierte Literatur verschmilzt Text, Video und Interaktion

textunes, der Buchladen für das iPhone, bietet sein gesamtes Sortiment ab sofort auch für das iPad an. Dabei sind die iPad-Titel keine skalierten iPhone-Ausgaben. Alle derzeit verfügbaren 1.000 Titel sind eigens für den viermal größeren iPad-Bildschirm neu angepasst. Die textunes-App ist kostenlos über den App-Store verfügbar, jedes heruntergeladene eBook parallel auf beiden Geräten benutzbar. Das gilt auch für die 500.000 bereits ausgelieferten eBooks. textunes ist damit Marktführer für deutschsprachige mobile Literatur.

Bücher erleben auf dem iPad ihren “magischen Moment”

Für eBooks ist das iPad wie das Kino für den Film: Erst die passende Darstellung liefert das unvergleichliche Erlebnis. Das iPad bringt den von wie Steve Jobs beschworenen “magischen Moment” endlich zur Literatur. Der große Farbbildschirm, die lange Laufzeit und die angenehme Haptik von Gerät und Software sorgen für eine überaus hochwertige Darstellung von Buchinhalten, die dem gedruckten Werk sehr nahe kommt, dieses aber nicht einfach imitiert. Denn gleichzeitig liefert das iPad die technische Voraussetzung für eine neue Form des Lesens: Animierte Literatur. Mit ihr verschmelzen Text, Video und Interaktion zwischen Autor, Leser und Öffentlichkeit zu einem neuen Genre.

Animierte Literatur: das Buch zum Mitmachen

textunes ist der erste Anbieter überhaupt, der animierte Literatur vertreibt. Zu den ersten speziell für das iPad angepassten Titeln zählt die Comicserie Mosaik – Die Abrafaxe: Die Bildübergänge sind animiert und mit einer Tonspur unterlegt – so ist der Comic kein einfacher Bildband mehr, aber auch kein Film. Für iPhone und iPad ist die erste Folge des Beststeller-Comics kostenlos über die App herunterladbar. Hier die App bei iTunes laden.

Animierte Literatur bedeutet auch mehr Interaktivität. Besonders bei Lehr- und Lernbüchern rechnet textunes in Zukunft mit vielen innovativen Formaten. Einen Anfang macht der Ratgeber Lass los – 4 Schritte zum Glück von Sigrid Engelbrecht. Er liefert Testfragen und ihre Auswertung direkt im eBook. Mit dem Fragebuch von Roman Tschäppeler werden Leser zum Autor: Dieser muss selbst Fragen beantworten, die ihm weiterführende Erkenntnisse über sich vermitteln.

Ergänzt werden die interaktiven und animierten Buchinhalte durch umfangreiche Community-Funktionen. Interessante Buchinhalte können sehr einfach markiert und auf Twitter und Co. publiziert werden. Damit ist textunes der erste Anbieter, der originäre Verlagsinhalte in soziale Medien trägt.

textunes bietet plattformunabhängige Literatur

textunes-Kunden profitieren von einer hohen Zukunftssicherheit, denn das Berliner Unternehmen liefert eBooks prinzipiell plattformneutral und verlagsunabhängig. Derzeit existieren kostenlose Apps für iPhone und iPad. Einmal heruntergeladene Literatur ist auf beiden Geräten parallel nutzbar, der Kunde kann ein Buch zu Hause auf dem iPad anfangen und unterwegs auf dem Handy weiterlesen. Im Herbst startet textunes zusätzlich eine App für das Betriebssystem Android. Sollten sich neben diesen Betriebssystemen weitere auf dem Massenmarkt etablieren, wird textunes diese ebenfalls bedienen.

iPad-Apps zum Klavierspielen und Comics lesen

von Dirk Baranek am 26. März 2010 · 1 Kommentar

Je näher der Erstverkaufstag, desto mehr Einzelheiten über neue Apps für das iPad werden bekannt. Hier zwei Beispiele.

Nota – Klaviertraining
Die sehr umfangreiche und professionelle App zur Unterstützung des Klavierunterrichts ist bereits für das iPhone erhältlich. Die Entwickler machen sich jetzt natürlich den größeren Bildschirm zunutze, damit man so nah wie möglich an der Wirklichkeit üben kann. Mehr Infos bei CNET.


Comic Zeal

Auch diese App gibt es bereits für das iPhone. Die grafische Dynamik und Pracht der Bildgeschichten kommt auf dem iPad allerdings erst richtig zur Geltung. Interessant ist das user Interface mit diesem Menübalken, mit dem die auf dem iPad geladenen Comics ausgewählt werden. Gelesen werden können mit der App Dateien in den Formaten CBZ,ZIP,CBR und RAR. Mehr Infos im Blog der Entwickler.