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Das wurde Zeit: mit einem großen, jetzt verfügbaren Update wurden ein paar Sachen bei der PräsentationsApp Keynote behoben, die wir im Blog bereits angemahnt hatten.

Wenn Keynote an den Beamer angeschlossen ist, kann man jetzt auswählen, welche Folien auf dem iPad angezeigt werden.

  • Die Folie, die man gerade projeziert.
  • Die Folie, die als nächstes projeziert wird
  • Die aktuelle Folie und die nächste zusammen
  • Die aktuelle Folie zusammen mit den Notizen, die jetzt ebenfalls importiert werden.

Der Lichtpunkt funktioniert wieder. Man braucht keinen Laserpointer mehr!

Damit wird Keynote auf dem iPad zur vollwertigen Präsentationssoftware. Gut gemacht, Apple!

Hier Screenshots, wie es auf dem iPad jetzt aussieht im Präsentationsmodus

Hier die Anzeige mit Notizen (hier leer, weil keine angelegt sind). Oben rechts das Auswahlmenü zur Voranzeige.

Hier die Funktion des Laserpointers. Einfach den Finger drauflassen und er erscheint auf dem iPad und in der Projektion.

Hier also der zweite Teil des Artikels über die Funktionen des iPad am Beamer. Gestern hatte ich über die Hardware berichtet und den mir aktuell zur Verfügung stehenden Beamer von LG, den Portable Projector HX300G (Infos bei LG).

Heute ein paar Infos, was am iPad geht und was nicht. Generell ist anzumerken, dass anders als am Laptop der Beamer nicht automatisch die Inhalte projeziert, die auf der iPad-Oberfläche zu sehen sind. Das geschieht nur innerhalb der Apps und dort auch teilweise nur im gesonderten Präsentationsmodus.

Keynote (7,99 Euro | iTunes-Link)
Diese App von Apple selbst ist natürlich das Paradepferd für die Projektion von Präsentationen. Die App liegt inzwischen in der Version 1.2 vor, womit einige Fehler beseitigt wurden. Sie hat viele Funktionen, vor allem zum Erstellen und Bearbeiten von Präsentationen, aber darauf will ich jetzt gar nicht en detail eingehen. An dieser Stelle geht es um die Wiedergabe von Keynote- und Powerpoint-Dateien, die entweder per Mail oder über über den Austausch via iTunes aufs Gerät kommen.

Die Präsentation wird oben rechts mit Berührung des Pfeilsymbols gestartet. Erst jetzt erhält der Beamer ein Signal und startet die Projektion. Nachteil bei Keynote am Beamer: auf dem iPad selbst sieht man die Folie, die man projeziert, nicht. Das muss Apple dringend ändern. Denn man kann deshalb nicht mit dem Rücken zur Projektionsfläche sitzen oder stehen, was bei Erläuterung der Inhalte an das Publikum wirklich von Nachteil ist. Zudem werden Notizen weiterhin nicht angezeigt.

iPad im Präsentationsmodus.
iPad im Präsentationsmodus mit Keynote. Links am Rand die Übersichtsliste mit den auswählbaren Folien der Präsentation.

Bei jedem neuem Tapp geht es in den Schritten weiter, in die man die Präsentation unterteilt hat, inklusive fast aller Animationen. Einige, die man auf dem Mac mit Keynote anlegen kann, sind nicht möglich, was beim Import gemeldet wird. Wenn man auf dem iPad oben links auf das Listensymbol tippt, sieht man alle Folien in einer Übersicht und kann beliebig auf eine springen. Toll ist die Funktion, des integrierten Laserpointers: iPad mit dem Finger berühren und halten. Dann kommt ein roter Punkt auf der Projektionsfläche. Hat bei mir auf einem anderen Beamer schon mal funktioniert, in der letzten Zeit aber nicht mehr. Tut sich nichts mehr. Kapiere ich nicht.

Gibt es weitere Probleme? Gibt es. Zum Beispiel, wenn man einen Link auf eine bestimmte Webseite in die Präsentation einbaut. Den Link kann man aber gar nicht klicken! Bleibt nichts anderes übrig, als die Präsentation zu beenden, den Link zu kopieren und mit einer anderen App zu öffnen; allerdings nicht mit Safari, weil die mitgelieferte BrowserApp nicht gebeamt werden kann. Dazu später mehr. Was ebenfalls nachteilig sein kann: keine Projektion im Bearbeitungsmodus …

Good Reader (0,79 Euro | iTunes-Link)
Eigentlich ein Programm zum Lesen von PDFs. Läuft aber am Beamer hervorragend. Startet sofort nach Aufruf der Datei die Projektion. Gut auch: Eingebaute Links werden innerhalb der App geöffnet, die Webseiten werden ohne Probleme gebeamt und sind klickbar. Mit einem Touch ist man wieder zurück im Ausgangs-PDF. Nachteil: In PDF umgewandelte Päsentationen sind natürlich aller Animationen entledigt. Auf erhellende, die Aufmerksamkeit steigernde Effekte muss man verzichten. Trotzdem: für einfache Präsentationen ist Good Reader eine echte Alternative zu Keynote.

Videos
Es geht hier um die standardmäßig installierte App mit dem Namen “Videos”. In die werden automatisch alle Filme abgelegt, die man via iTunes importiert. Am Beamer werden die Videos problemlos projeziert. Anschließen, starten, fertig. Allerdings wird ebenfalls das aktuell projezierte Bid nicht auf der iPad-Oberfläche angezeigt, sondern nur der betreffende Thumbnail des Videos. Der Film lässt sich über das iPad bequem steuern. Besonderheit beim Ton: man kann mit einem Kabel Klinke-auf-Klinke den Kopfhörerausgang des iPad mit dem LG-Beamer verbinden. Funktioniert perfekt, das Ergebnis ist allerdings ernüchternd. Die 1-Watt-Boxen am LG-Beamer sind nicht ausreichend, da liefert das iPad selbst einen besseren Ton. Falls der Beamer aber an eine Tonanlage in einem Tagungsraum angeschlossen ist, lässt sich derart die Tonspur des Videos problemlos auf den Beamer übertragen.


Hier projeziert das iPad auf dem Beamer ein Video. Man erkennt die unterschiedlichen Bilder auf “Leinwand” und iPad. Außerdem das weiße Kabel für die Tonübertragung.

YouTube
Das Beamen von Videos bei YouTube mit Hilfe der mitgelieferten App funktioniert ohne Probleme. Die Oberfläche des iPad bleibt wiederum schwarz, während die Bilder projeziert werden…

Presenter (0,79 Euro | iTunesLink)
Wer nur Webinhalte projezieren möchte, kann nicht auf Safari zurückgreifen. Die Leinwand bleibt schwarz. Als Ersatz kann die App Presenter dienen. Webinhalte werden bei mir ohne Probleme angezeigt, sogar HTML5-Videos laufen sofort. Die kritischen Kommentare im App-Store kann ich nicht nachvollziehen. Verzichten muss man allerdings auf einige Funktionen von Safari: es gibt keine Tabs und die Lesezeichen werden nicht importiert.

Fotos
Mittels der mitgelieferten Foto-App von Apple können Fotoinhalte teilweise projeziert werden. Teilweise deshalb, weil Fotos in der wischbaren Einzelansicht nicht übertragen werden. Anders sieht es mit einer Diashow aus, die man per Tipp oben rechts aus einem Album erzeugen kann. Die wird sofort gebeamt. Die dazu auswählbare Musik wird ebenfalls übertragen. Nette Sache.

FlickStackr (1,59 Euro | iTunes-Link)
Diese sehr praktische App zur Verwaltung eigener Inhalte auf der Fotoplattform Flickr wird überraschenderweise auf die Leinwand projeziert, wie ich zufällig festgestellt habe. Zwarauch nur im Einzebildmodus, aber immerhin.

Welche Apps funktionieren nicht am Beamer?

Zu viele, nach meinem Geschmack. Hier eine rein subjektive Auswahl von Apps, die ich auf meinem iPad habe und testen konnte

  • Kalender
  • iPod (wäre doch klasse, eine Psychedelic Lightshow laufen zu lassen…)
  • Notizen
  • Karten (Google Maps)
  • iTunes
  • App-Store
  • iBooks (das ist schon ein Trauerspiel…)
  • Pages
  • Evernote
  • Adobe Ideas (schwach: man kann damit keine Kreativsitzung mit iPad und Beamer machen)
  • Popplet (App zur Erstellung von Mindmaps und Ideenskizzen)
  • Flipboard
  • iBrainstorm (Kreativapp)

usw. usf. DIE WENIGSTEN APPS UNTERSTÜTZEN DEN VGA-EXPORT!!elfeinseins!

Nachtrag
Wenn man im App-Store nach Beamer, Projector oder VGA recherchiert findet man dann noch folgendes. Ich habe die allerdings nicht selbst getestet. Wird nachgeholt und dann ausführlicher besprochen. Sprengt jetzt hier etwas den Rahmen.

JotBook (0,79 Euro | iTunes-Link)
Sieht recht nett aus, wohl aktuell im Angebot: Notizen und freies Zeichnen auf iPad und simultane Projektion mit dem Beamer möglich.

iMeetingPad (3,99 Euro | iTunes-Link)
Damit kann man laut Beschreibung Notizen machen, freie Linien zeichnen uns usf. Diese Aktionen werden direkt auf die Leinwand übertragen. Schaue ich mir demnächst genauer an. Sie hat allerdings etwas, wie soll ich sagen, nach MS-Clipboard aus die Sache, urrgs.

Map Projector with Google Maps (1,59 Euro | iTunes-Link)
Mit dieser App kann man Inhalte von Google Maps projezieren. Kundenbewertungen liegen keine vor, sieht aber okay aus.

Expedition (0,79 Euro | iTunes-Link)
Weiterer Webbrowser, offenbar mit einigen Funktionen mehr (Laser-Pointer).

Weitere, von mir nicht getestete iPad-Apps, die lt. Beschreibung ebenfalls projezierbar sind:

  • Penultimate (2,99 Euro | iTunes-Link). Notizapp.
  • Whiteboard (2,99 Euro | iTunes-Link)
  • 2Screens (3,99 Euro | iTunes-Link). Kann eine Menge. Werde ich bald mal vorstellen …

Noch irgendwelche Fragen offen?
Hat jemand eigene Erfahrungen mit iPad am Beamer?

iPad am Beamer (I): Der LG Portable Projector HX300G

von Dirk Baranek am 6. November 2010 · 6 Kommentare

Das iPad hat ein entscheidendes Produktversprechen: mobiles Arbeiten. Unterwegs soll man all das erledigen können, was man so als Webschaffer, als Medienmensch, als Bürowerker zu tun hat. Inzwischen ist klar: alles kann das iPad nicht. Schon mal versucht ein Textdokument in ein PDF zu verwandeln? Geht nicht.

Nun gut, es muss ja auch nicht alles können, kostet ja auch nur knapp die Hälfte eines mittelgroßen MacBook.

Was aber gehen sollte, wenn man schon mobil ist: präsentieren. Gemeint ist das Vorführen von Dokumenten mit Hilfe eines Projektionsgerätes, landläufig Beamer genannt. Ich hatte hier vor geraumer Zeit über diese Funktion berichtet. Seitdem habe ich drei-vier Mal das iPad an einen Beamer angeschlossen, mit befriedigenden Ergebnissen. Einmal ging es allerdings gar nicht. Jetzt kann ich die Funktion allerdings richtig und in Ruhe ausführlich testen, weil ich aktuell einen Beamer zur freien Verfügung habe.

Der LG Portable LED-Projector HX300G

Ich habe zur Zeit ein neues Produkt des Herstellers LG im Test. Es handelt sich um das Modell HX300G. Hier mehr Infos zu dem Gerät bei LG.

Das Gerät gefällt mir ziemlich gut, erste Sahne, und kann trotz seiner sehr kompakten Größe inklusive geringem Gewicht (786 Gramm) noch viel mehr, als ausschließlich simple Präsentationen zu projezieren. Fotos, Filme, Video, Musik – kann alles an die Wand geworfen bzw. zum Anhören gebracht werden. Mit maximaler Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln und einer Helligkeit von 300 Lumen bekommt man selbst bei Tageslichteinfall ein gut sichtbares, großes Bild hin.

Der LG-Beamer verfügt über Eingänge in den Formaten USB, VGA, HDMI und Komponenten. Die LED-Lampe sorgt für niedrigen Stromverbrauch. Habe es getestet mit Strommessgerät und als maximalen Verbrauch 75 Watt gemessen. Im Stand-By-Modus übrigens 0 Watt. Lautsprecher hat das Gerät auch: 2 x 1 W. Mitgeliefert wird eine gepolsterte Umhängetasche – mobiler gehts nicht. Einziges Manko eventuell: Zwar wiegt der Beamer selbst unter 800 Gramm, das Netzteil aber allein 580. Hake ich unter “cleveres Marketinggemogel” ab. Ein Sache noch: das Ding ist leise. Zwar springt der Ventilator sofort an, wenn man projeziert, aber mit etwas 20 Dezibel hält sich die Lärmentwicklung sehr im Rahmen. Man muss das Gerät beim präsentieren sicher nicht überbrüllen.

iPad anschließen kein Problem

Um das iPad an den Beamer anzuschließen, benötigt man einen Adapter. Der heißt “iPad-Dock-Connector zu VGA”. Wie der Name schon sagt, besteht der Adaper auf der einen Seite aus einem Stecker, der in den Dock-Anschluss reinpasst. Auf der anderen Seite ist diese kleine VGA-Steckdose. Beamer und iPad werden zuletzt mit dem von LG standardmäßig mitgelieferten VGA-Kabel verbunden. Fertig. Wenn man den Beamer angeschaltet hat und eine präsentationsfähige App öffnet, wird automatisch das Bild projeziert.

Allerdings kann man nicht all das projezieren, was man auf dem iPad sieht. Welche Apps gebeamt werden können, welche nicht und wie das alles aussieht, davon berichte ich morgen im zweiten Teil.

iPad am Beamer – eine halbgare Sache

von Dirk Baranek am 31. Mai 2010 · 14 Kommentare

Ich habe heute das iPad zum ersten Mal probehalber an einen Beamer angeschlossen und war doch etwas enttäuscht. Da wird Apple nacharbeiten müssen.

iPad Beamer

Anschließen kein Problem
Die Verbindung herzustellen selbst war kein Problerm. Einfach mit dem VGA-Adapter in den Dockanschluss. Dann den Beamer an den VGA-Anschluss, fertig. Wurde von dem eingestzeten Beamer sofort erkannt.

Keynote geht
Wenn der Beamer angeschlossen ist, ändert sich die Benutzeroberfläche von Keynote im Präsentationsmodus. Man sieht dann auf dem iPad-Bildschirm nicht mehr die grade angezeigte Folie, sondern nur noch eine Schaltfläche, um vor oder zurück zu gehen, bzw. den nächsten Schritt vorzuführen. Alle Folien sieht man nur in einer gesondert zu aktivierenden Listenansicht auf der linke Seite. Das bedeutet: Man kann die Folie, die man gerade auf die Wand beamt, nicht auf dem Gerät selbst lesen. Man muss also in Richtung Leinwand sitzen. Mit dem Rücken zur Leinwand vortragen ist nicht möglich.

Ein wirklich nettes Feature ist der Laserpunkt. Wenn man präsentiert und mit dem Finger an einer bestimmten Stelle auf dem iPad berührt, dann entsteht nach kurzem Moment an der Stelle auf der Leinwand ein roter Punkt. Wenn man mit dem Finger dann herumfährt, wandert der Punkt mit. Das ist wirklich gelungen.

Videos zeigen
Ich habe dann weitere Programme getestet. Was jedenfalls geht, ist das Abspielen von Videos. Sowohl solche, die man lokal auf dem iPad gespeichert hat, als auch die, die man mit der YouTube-App aufruft, werden ohne Umschalten sofort auf den Beamer gespielt. Das iPad selbst ist aber dann weiß. Man sieht das Video dort nicht. Der Sound läuft allerdings auf dem iPad ohne Probleme.

Rest? Fehlanzeige!
Das finde ich wirklich enttäuschend: Ich habe sonst kein weiteres Programm oder eine App gefunden, die die Beamerprojektion unterstützt. Vor allem, dass man Safari nicht projezieren kann, ist für meine Zwecke fatal. Ich kann nun nicht mit Kunden gemeinsam Webseiten betrachten und diskutieren, obwohl ich besonders das brauche. Angesichts der UMTS-Fähigkeit ist das ein besonders herbes Manko. Kapiere ich auch nicht. Übrigens kann mach auch keine Fotos zeigen aus der iPhoto-App.

Fazit
Das Feature funktioniert soweit, aber es müssten eigentlich alle Apps und Safari auf dem Beamer laufen. Auch Keynote und die Videos sind nicht so ganz optimal zu steuern, weil auf dem iPad nicht das zu sehen ist, was sich auf der Leinwand abspielt.

Hier muss Apple jedenfalls noch tüchtig nachbessern. Das scheint mir möglich, weil es sich nur um ein Update der Software handeln sollte.

Frage: Liege ich richtig oder habt ihr Apps, die auch noch laufen?