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iBooks

“Wir sind mit vielen Verlagen im Gespräch”. Das sagte uns Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple Deutschland, zum aktuellen Status des deutschen iBookstores. Fast möchte man antworten: So sieht das auch aus! Denn wer im Moment glaubt, ihm böte sich dort die schöne neue Welt des ditalen Buches mit endloser Auswahl an Literatur, Sachbüchern und Ratgebern, der sieht sich getäuscht. Das Angebot ist begrenzt und kann eigentlich nur noch besser werden.

Groß war die Begeisterung, mit der Apple-Chef Steve Jobs Anfang des Jahres das iPad vorgestellt hatte. Vor allem eine Funktion war Jobs ganz wichtig: die Benutzung des iPad als E-Book-Reader. Bücher auf dem kleinen Tablet-Computer lesen, digital schmökern auf dem Sofa, das sollte das große kommende Ding werden. Dafür wurde die App iBooks programmiert, mit der man nicht nur Bücher lesen kann, sondern vor allem auch einkaufen soll. Dazu gibt es den iBookstore. Tausende Bücher zur Auswahl, runterladen, bezahlen und lesen – schöne Vorstellung. Und hier beginnt zumindest für den deutschen Nutzer das Problem.

Der deutsche iBookstore: Literatur als Abwesenheit

Zugegeben, ganz leer ist er nicht, der deutsche iBookstore. Aber wer erwartet, er könne nun mit seinem iPad (oder iPhone) mal so richtig tief einsteigen in die Weltliteratur und sich all die tollen Sachen aufs iPad holen, die die Welt der Bücher in der Moderne so zu bieten hat, zum Beispiel, der wird nicht fündig. Der wird arg enttäuscht sein.

Ich habe stichprobenartig etwa 40 Namen von Autoren aus Deutschland und dem Ausland getestet. Ich habe keine einzigen Titel gefunden. Ich erspare mir hier die Liste, aber es sind alle großen Namen der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts dabei. Bei älteren Titeln sieht es besser aus, aber das ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass deren Urheberrechte schon abgelaufen sind und daher im Projekt Gutenberg veröffenlicht wurde. Das allerdings muss man Apple hoch anrechnen, zumindest diese Titel bereit zu stellen.

SPIEGEL-Bestseller-Liste: Quasi nicht vorhanden

Auch ein Test mit der aktuellen SPIEGEL- Bestseller-Liste fällt enttäuschend aus. Insgesamt verzeichnet diese auf den Verkaufszahlen basierende Liste 50 Titel, je zur Hälfte Belletristik-Titel sowie Sachbücher.

Bei den Romanen ist aus dieser Top-Liste ein einziges Buch zu haben. Der Titel “Garou” von Leonie Swann, aktuell auf Platz 3. Auch hier fällt auf, dass solche Erfolgsautoren wie zum Beispiel Henning Mankell, Donna Leon oder auch Christa Wolf im iBookstore mit keinem einzigen Titel vertreten sind. Lediglich von der Vampir-Autorin Stephenie Meyer gibt es etwas im Angebot. Die aktuelle Neuerscheinung aber nicht.

Bei den Sachbüchern sieht es etwas besser aus. Dort sind immerhin fünf Titel der deutschen Top 25 zu haben. Darunter gehört der Longseller von Richard David Precht (Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?”), die Autobiographie des Ex-Bundespräsidentenkandidaten Joachim Gauck (“Winter im Sommer, Frühling im Herbst”) sowie das Buch des Münchner Kriminalkommissars Josef Wilfling.

Insgesamt eine ziemlich ernüchternde Bilanz.

Apple: Wir verhandeln

Was denkt aber nun Apple selbst darüber? “Wir sind mit vielen Verlagen im Gespräch,” sagt Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple Deutschland. Genauere Angaben, wie diese Verhandlungen aussehen und mit wem verhandelt wird, kann er allerdings nicht machen. Genausowenig möchte Albrecht über die Zahlen der eingestellten Titel sprechen oder Angaben über die bisher geladenen eBooks machen. Komplett drin sind nach seinen Angaben bisher zwei Verlage: Bastei Lübbe und Random House.

Man verhandelt also. Wie mir ein Insider aus der deutschen Verlagslandschaft mitteilte, laufen diese Gespräche aber noch nicht so lange. “Apple hat den Kontakt etwas spät aufgenommen.”

Läuft jetzt also gar nichts im iBookstore? Was ist mit den Verlagen, die Titel dort anbieten?

Random House: Sehr gute Erfahrungen

Da steht an erste Stelle wohl Random House Deutschland. Dazu gehören unter anderem renommierte Verlage (oder sagt man jetzt besser “brands”?) Diederichs, DVA, Goldmann, Heyne, Luchterhand, Siedler…

Wir haben derzeit mehr als 2.000 deutschsprachige Titel aus allen Bereichen und Genres (Belletristik, Sachbuch, Ratgeber, Kinder- und Jugendbücher) im iBookstore,” schrieb mir auf Grund einer Anfrage Claudia Limmer, Leitung Unternehmenskommunikation bei Randomhouse Deutschland. 2.000 Titel, immerhin. Die Bilanz sei für Random bisher gut, genaue Zahlen gibt es aber nicht. “Wir haben bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Ebook-Markt in Deutschland ist im Vergleich zu den USA zwar noch überschaubar, aber entwickelt sich spürbar und sehr erfolgreich.

Die Strategie des Verlages ist klar: Inhalte möglichst in alle Kanälen veröffentlchen. Das muss nicht beim iBookstore enden, aber er ist dabei. Limmer sagt: “Wir wollen unsere E-Books den Lesern über möglichst viele Endgeräte und Plattformen zugänglich machen und führen daher grundsätzlich Gespräche mit allen potentiellen Anbietern. “Digital Publishing” wird für die Verlage sicher immer wichtiger: Menschen werden auf einer Vielzahl von Geräten und Plattformen lesen, und neben dem E-Book entstehen weitere digitale Angebotsformen wie z. B. Enhanced Books oder Apps. Verlage wie z. B. Random House sind gut aufgestellt, um die Bücher ihrer Autoren auch in dieser neuen digitalen Welt kompetent zu vermarkten.” Aktuelle E-Book-Bestseller sind z. B. die Krimis von Stieg Larsson, “Garou” von Leonie Swann, die All-Age-Titel aus der “Evermore”-Serie und natürlich auch “Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?” von Richard David Precht.

Zwischenfazit: Wer mitmacht, scheint zufrieden.

Ulmer Verlag: iBookstore? Brauchen wir nicht.

Ziemlich skeptisch sieht Steffen Meier, Leiter der Online-Abteilung des Ulmer Verlages, den iBookstore. Die Stuttgarter sind seit Jahren online aktiv und vermarkten dort ihre Sachbücher aus den Bereichen Garten, Landwirtschaft und Umwelt sowie die Wissenschaftsreihe UTB. Digitales Publizieren ist für Meyer vor allem im Bereich Apps interessant, wo sich neue Anwendungsmöglichkeiten für die Inhalte ergeben. Die Printprodukte hingegen als digitale Ausgaben zu vermarkten hat höchstens eine strategische Bedeutung. Und wenn, dann macht Ulmer das im eigenen Webshop. Meyer kritisiert auch Apple: “Wir wissen eigentlich gar nicht, wie wir in den iBookstore reinkommen.” Er sieht auch gar keine Notwendigkeit, dort präsent zu sein, da es zum einen relativ unwahrscheinlich sei, dass die Kunden die Printprodukte digital lesen wollen und zum einen gäbe es ja so viele digitale Vertriebskanäle. “1:1 die Printsachen als digitale Versionen zu präsentieren, das funktioniert einfach nicht.” sagt Meyer.

Fazit: Der Weg ist noch sehr lang

Anders als bei iTunes-Store für Musik und Apps wird Apple der Erfolg bei den digitalen Büchern nicht in den Schoß fallen. Die eBook-Szene mit vielen Anbietern von Amazon bis Textunes schon da. Technische Hürden gibt es nicht. Wer dort Bücher kauft, kann sie auf dem iPad lesen, entweder mit den Apps dieser Anbieter oder als PDF in iBooks.

Dem iPad-Nutzer kann das nur recht sein. Er ist nicht auf Apples Verhandlungen angewiesen.

Abb: Screenshot des deutschen iBookstore

Buchschätze aus Bayern kostenlos auf dem iPad

von Dirk Baranek am 13. Juli 2010 · 1 Kommentar

He, Bayern, nicht schlecht! Die Bayerische Staatsbibliothek hat gestern eine iPad-App veröffentlicht, die es in sich hat.

Die kostenlos unter dem Titel Famous Books – Treasures of the Bavarian State Library erhätliche App (iTunes-Link beeinhaltet Bücherschätze höchster Qualität aus ihren Beständen. So können unter anderem Farbdigitalisate der Fugger-Genealogien, der Ottheinrich-Bibel, des Nibelungenliedes, des Evangeliars aus dem Bamberger Dom, des Babylonischen Talmuds, des Theuerdank, des Genji Kokogami und viele andere mehr von der ersten bis zur letzten Seite betrachtet werden. Wow!

Ein Muss für Büchernarren, Historiker und, tja, Bayernfans wohl auch.

textunes jetzt auch für das iPad

von Dirk Baranek am 9. Juni 2010 · 2 Kommentare

Eine Pressemitteilung, die ich ziemlich interessant finde und daher mal einfach reinkopiere…

Auf dem iPad lernen Bücher laufen: textunes führt animierte Literatur ein

  • 500.000 eBooks aus der iPhone-App sind ab sofort auf dem iPad nutzbar
  • Neues Genre: Animierte Literatur verschmilzt Text, Video und Interaktion

textunes, der Buchladen für das iPhone, bietet sein gesamtes Sortiment ab sofort auch für das iPad an. Dabei sind die iPad-Titel keine skalierten iPhone-Ausgaben. Alle derzeit verfügbaren 1.000 Titel sind eigens für den viermal größeren iPad-Bildschirm neu angepasst. Die textunes-App ist kostenlos über den App-Store verfügbar, jedes heruntergeladene eBook parallel auf beiden Geräten benutzbar. Das gilt auch für die 500.000 bereits ausgelieferten eBooks. textunes ist damit Marktführer für deutschsprachige mobile Literatur.

Bücher erleben auf dem iPad ihren “magischen Moment”

Für eBooks ist das iPad wie das Kino für den Film: Erst die passende Darstellung liefert das unvergleichliche Erlebnis. Das iPad bringt den von wie Steve Jobs beschworenen “magischen Moment” endlich zur Literatur. Der große Farbbildschirm, die lange Laufzeit und die angenehme Haptik von Gerät und Software sorgen für eine überaus hochwertige Darstellung von Buchinhalten, die dem gedruckten Werk sehr nahe kommt, dieses aber nicht einfach imitiert. Denn gleichzeitig liefert das iPad die technische Voraussetzung für eine neue Form des Lesens: Animierte Literatur. Mit ihr verschmelzen Text, Video und Interaktion zwischen Autor, Leser und Öffentlichkeit zu einem neuen Genre.

Animierte Literatur: das Buch zum Mitmachen

textunes ist der erste Anbieter überhaupt, der animierte Literatur vertreibt. Zu den ersten speziell für das iPad angepassten Titeln zählt die Comicserie Mosaik – Die Abrafaxe: Die Bildübergänge sind animiert und mit einer Tonspur unterlegt – so ist der Comic kein einfacher Bildband mehr, aber auch kein Film. Für iPhone und iPad ist die erste Folge des Beststeller-Comics kostenlos über die App herunterladbar. Hier die App bei iTunes laden.

Animierte Literatur bedeutet auch mehr Interaktivität. Besonders bei Lehr- und Lernbüchern rechnet textunes in Zukunft mit vielen innovativen Formaten. Einen Anfang macht der Ratgeber Lass los – 4 Schritte zum Glück von Sigrid Engelbrecht. Er liefert Testfragen und ihre Auswertung direkt im eBook. Mit dem Fragebuch von Roman Tschäppeler werden Leser zum Autor: Dieser muss selbst Fragen beantworten, die ihm weiterführende Erkenntnisse über sich vermitteln.

Ergänzt werden die interaktiven und animierten Buchinhalte durch umfangreiche Community-Funktionen. Interessante Buchinhalte können sehr einfach markiert und auf Twitter und Co. publiziert werden. Damit ist textunes der erste Anbieter, der originäre Verlagsinhalte in soziale Medien trägt.

textunes bietet plattformunabhängige Literatur

textunes-Kunden profitieren von einer hohen Zukunftssicherheit, denn das Berliner Unternehmen liefert eBooks prinzipiell plattformneutral und verlagsunabhängig. Derzeit existieren kostenlose Apps für iPhone und iPad. Einmal heruntergeladene Literatur ist auf beiden Geräten parallel nutzbar, der Kunde kann ein Buch zu Hause auf dem iPad anfangen und unterwegs auf dem Handy weiterlesen. Im Herbst startet textunes zusätzlich eine App für das Betriebssystem Android. Sollten sich neben diesen Betriebssystemen weitere auf dem Massenmarkt etablieren, wird textunes diese ebenfalls bedienen.

Zensur in Zeiten des iPads

von Dirk Baranek am 28. Mai 2010 · 27 Kommentare

Apple reguliert die Inhalte, die bei iTunes angeboten werden. Der Bereich Musik ist meines Wissens noch nie so recht davon betroffen gewesen, aber bei den Apps gab es zuletzt erhebliche Eingriffe. Inhalte mit leicht anzüglichem Bildmaterial wurden rausgeschmissen. Es ging dabei nicht um Pornografie, davon war sowieso noch nie etwas zu sehen, sondern um relativ harmlose Bikini-Fotos.

Jetzt aber geht es weiter. Inzwischen sind ja auch deutsche Verlage mit ihren Produkten auf Grund der neuen Möglichkeiten des iPads dort vertreten. Unter anderem der Springer-Verlag mit seiner App iKiosk. Mit der ist es möglich, aktuelle Print-Ausgaben von WELT, Hamburger Abendblatt und auch BILD zu laden.

Besonders das Revolverblatt BILD ist dafür bekannt, blanke Busen zu zeigen, gerne auch auf der Titelseite. Dass diese Darstellungen mit weißen Streifen überarbeitet werden, um nicht gegen die Regeln von Apple zu verstoßen, kann nicht überraschen. Allerdings geht die (Selbst?-)Zensur wesentlich weiter, wie man heute sehen konnte. Nicht nur Sex und Erotik scheint im Visier der Apple-Kontrolleure zu stehen, sondern auch Darstellungen, die in der US-Medienwelt als graphic violence bekannt sind.

In zwei BILD-Artikeln befinden sich Fotos, die durch schwarze Flächen abgedeckt werden. Zum einen geht es um Bilder aus einer TV-Dokumentation über brutale Aktionen in Tschechien, die sich im Mai 1945 offenbar gegen Sudetendeutsche richteten. Hinrichtungsszenen, Tote – alles abgedeckt. Der zweite Artikel berichtet über den “Plastinator” Gunter von Hagen, der Leichenteile präpariert und ausstellt. Auch hier wurden Darstellungen abgedeckt.

Sicher, BILD beutet solche Bilder gnadenlos sensationalistisch aus. Es stellt sich aber die Frage, wie weit das alles noch gehen wird. Werden wir bald auch keine Bücher im iBookstore finden, in denen Fotos von Leichenbergen in Konzentrationslagern den Völkermord dokumentieren? Wird das berühmte Exekutionsfoto aus dem Vietnamkrieg nicht mehr in der Applewelt zu sehen sein? Werden zuletzt die Schreckensbilder von Goya aus dem spanischen Krieg vor 200 Jahren der Zensur zum Opfer fallen?

Hier wird sich ein Druck in der öffentlichen Meinung aufbauen müssen, um solchen Entwicklungen Einhalt zu gebieten.

WIRED für iPad ist erschienen

von Dirk Baranek am 26. Mai 2010 · 1 Kommentar

Das US-Magazin WIRED war eines der ersten Medien, das eine spezielle Ausgabe für das iPad angekündigt hatte. Wir berichteten.

Die erste Ausgabe dieser Art ist jetzt erschienen und kann im App-Store geladen werden. (iTunes-Link). Kostet 3,99 Euro die Ausgabe. Testen können wir es leider nicht, weil immer noch kein iPad zur Verfügung. Aber die Beschreibung im App-Store liest sich ganz vielversprechend, denn es soll zusätzlich zur kompletten Printausgabe auch einige Videos geben, Diashows und sogar Musik.

Einen Haken hat die Sache eventuell: Der Download der App ist mit 527 MB ganz schön mächtig. Sollte man sich also in einer W-LAN-Umgebung laden und nicht über UMTS (wenn das überhaupt geht). Sonst ist die Grenze der monatlichen Datenmenge schnell erreicht, die ja viele Verträge beinhalten.

Financial Times stellt iPad-App vor

von Dirk Baranek am 25. Mai 2010 · 1 Kommentar

Die Financial Times wird ihre Inhalte auf dem iPad in einem speziellen Format anbieten. Das geschieht in Form einer App, die selbst kostenlos ist (iTunes-Link). Allerdings wird der Zugriff auf die kompletten Inhalte des renommierten Wirtschaftsblatts dann kostenpflichtig sein. Bis zum 31. Juli kann man aber auf Grund einer Zusammenarbeit mit einem Sponsor erst einmal alles kostenlos ausprobieren und sich gründlich umschauen.

Der Verlag selbst schreibt dazu Folgendes

Die App ist kostenlos erhältlich und in das FT.com-Zugangsmodell integriert, bei dem registrierte Benutzer monatlich kostenlos auf 10 Artikel zugreifen können, bevor ein Abonnement erforderlich wird. Zur Einführung wird der Luxusuhrenhersteller Hublot als Sponsor über die Anwendung bis 31. Juli den vollständig kostenfreien Zugriff auf die FT-Inhalte ermöglichen; die kostenlose Registrierung ist erforderlich.

Das kostenpflichtige “Abo” gibt es in zwei Versionen für 3,59 bzw 6,99 Euro. Diese Versionen unterscheiden sich in Bezug auf den Zugang zu sehr hochwertigem, speziellen Content, wie zum Beispiel eine Datenbank mit Gesetzestexten, zu Finanznachrichten, dem vollen Zugriff auf die Printausgabe usw.. Infos zu diesem abgestuften Preis- und Rechtemodell findet man hier

Hier noch eine recht ansprechende Videopräsentation der App

Fazit
Ich halte dieses Angebot für wegweisend. Zum einen ist der Preis relativ niedrigschwellig. Zum anderen ist das Angebot überragend. Nutzer, die sich mit hochwertigen Wirtschafts- und Finanzinformationen versorgen wollen, kommen hier voll auf ihre Kosten. Die App sieht zuletzt wirklich gut aus.

Lonely Planet – Reisen mit iPad auf dem Sofa

von Dirk Baranek am 11. April 2010 · 0 Kommentare

Schöne kritische Besprechung der App des US-Reiseführer-Verlages Lonely Planet. Gelobt wird die innovative Benutzerführung mit diesen scrollbarem Haufen der Themen. Negativ beurteilt werden die etwas mickrigen Inhalte und die fehlende Suche.

Bücher lesen und durchforsten auf dem iPad

von Dirk Baranek am 31. März 2010 · 0 Kommentare

Apple hat vorgestern Videos veröffentlicht, die anschaulich zeigen, wie das alles so funktioniert auf dem iPad. Hier in diesem Beispiel geht es um die iBook, die App mit der man Bücher kaufen und lesen kann. Ganz aufschlussreich sind ein paar Funktionen, die weit über das hinausgehen, was man normalerweise mit dem digitalen Konsum von Büchern verbindet. Also umblättern, das Erscheinungsbild ändern usw.

  • Lexikon. Es wird gezeigt, wie man ein Wort antippen kann und dann bekommt man in einem darübergelegten kleinen Fenster einen Lexikoneintrag zu diesem Wort.
  • Suche. Das gesamte Buch ist nach mit Freitextsuche durchsuchbar.
  • Lichtverhältnisse. Die Bildschirmhelligkeit des iPad passt sich automatisch an die Lichtverhältnisse der Umgebung an.

Fazit

Mit solchen Funktionen können gedruckte Bücher natürlich nicht mithalten. Ein komplette Durchsuchbarkeit ist vor allem für Sachbücher und wissenschaftliche Literatur hochinteressant. Ob und welches Lexikon oder Wörterbuch dann auf Deutsch eingebaut ist, wird man sehen müssen.

Apple scheint die Tore weit aufzumachen für Kleinverleger bzw. für solche Autoren, die noch nicht mal einen Verlag haben. Das berichtet der US-Blogger Dean Takahashi. Der publiziert seine Bücher bei dem US-Dienst Smashwords. Dort kann jeder seine als Word-Dokument gestalteten Werke einstellen und zum Verkauf anbieten.

Takahashi berichtet, auf Smashwords gebe es jetzt einen Premiumkatalog. Wer dort seine Titel einstelle, werde automatisch im iBookstore, den Apple für das iPad entwickelt hat, aufgenommen. Nach wie vor kann jeder den Preis selbst festlegen, wenn dieser auf 99 ende (1,99, 2,99 usw.)

Smashworks fügt dem Werk dann eine ISBN-Nummer hinzu und hat wohl einen Deal mit Apple über die Verteilung der Provision gemacht. Der Autor erhält demnach 60 Prozent für jedes verkaufte Exemplar. Den Rest teilen sich Smashworks und Apple. Vorabkosten für das Einstellen in den iBookstore werden nicht fällig.

So könnte ein Magazin-Cover auf dem iPad aussehen. Und kein Printtitel der Welt wird das je nachmachen können. Tolle, beeindruckende Fotos, das kennen wir, aber dass die Wellen sich bewegen, dass es sich um ein Video handelt, tja Printies, da seht ihr echt alt aus. Klar, ist nur ein Entwurf, hier von dem US-Fotografen Jesse Rosten. Trotzdem: wir freuen uns schon verdammt auf solche Ideen.