Blux Camera – Einfach bessere Fotos schießen

von Marcel am 31. Dezember 2012 · 0 Kommentare

Wenn Ihr auch zu den Leuten gehört, die mit ihrem iPad unterwegs sind und die damit mehr als ab und zu einen Schnappschuss machen möchten, dann solltet Ihr Blux Camera mal genauer unter die Lupe nehmen. 

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Dabei können mit der App, kurz zusammengefasst, Fotos geschossen werden, wobei noch vor der Aufnahme selbst Filter oder Effekte über das Bild gelegt und auch alle sonstigen wichtigen Einstellungen gemacht werden können. So sind nicht nur Helligkeit, Sättigung oder Farbtemperatur bequem per Schieberegler anpassbar, auch hat die App so ziemlich alle sonstigen Spielereien wie man sie von Instagram und Konsorten kennt mit im Gepäck.

Besonders nett hier ist aber, dass man in Echtzeit die Auswirkungen auf das spätere Bild sehen kann, da die veränderten Einstellungen direkt auf das Livebild der Kamera angewendet werden und man so das Ergebnis noch vor dem Schuss sieht. Im Gegensatz zu anderen Vertretern, bei denen man einen Schnappschuss macht und das Bild im Nachhinein vermeintlich verschönert, gibt es bei Blux Camera aber schlicht keine Möglichkeit, das Foto nach betätigen des Auslösers nochmals zu verändern. Einfach Draufhalten und Abdrücken ist hier also nicht drin, auch wenn das Ergebnis natürlich im Nachhinein noch mit anderen Programmen angepasst werden kann.

Was Blux Camera (außer seiner ungewöhnlichen Aufmachung) aber noch von seinen Konkurrenten abhebt, ist die sogenannte Photographic Environment Analysis and Recommendation (P.E.A.R.) Funktion.

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Dabei handelt es sich um einen Assistenten, der es auch jedem noch so untalentierten Möchtegernfotografen ermöglichen soll, gute Fotos zu schießen, indem er (bzw. laut Stimme eigentlich eher sie), basierend auf den Lichtverhältnissen, dem Wetter oder Standort und ebenfalls über Objekterkennung, die seiner Meinung nach optimalen Werte für das zu schießende Foto zusammenstellt und vorschlägt. Drückt man dann auf den entsprechenden Knopf, werden die ermittelten Einstellungen automatisch vorgenommen.

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Problem dabei, jedenfalls wenn man wie ich zu den Leuten zählt, die nur die WiFi Version des iPads ihr Eigen nennen, ist, dass P.E.A.R. eine Internetverbindung benötigt um zu funktionieren. Nicht immer ganz einfach mitten in der Pampa eine herzubekommen. Tethern kann da jedoch Abhilfe schaffen.

Die fertigen Werke können dann wie inzwischen ja üblich auf den verschiedensten sozialen Netzwerken freigegeben und bei Bedarf mit Geotag oder einem Spruch versehen werden um Lob und Anerkennung einzuheimsen.

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Die eben schon erwähnten Möglichkeiten, die Blux Camera dem Benutzer zum Einstellen bietet, sind dabei vielfältig und reichen von essentiellen Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung, etc. über verschiedenste Filter bis hin zu Spielereien wie Unschärfeeffekte. So ist man ersteinmal eine ganze Weile damit beschäftigt alles auszuprobieren, bevor dann wirklich mal der erste Schuss erfolgt.

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Die 14 bisher enthaltenen und nach Städten benannten Filter und die vier Szenarien sollen es ermöglichen, auch bei unterirdischen Gegebenheiten akzeptable Fotos zu schießen.

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Dadurch, dass sich die veränderten Einstellungen direkt auf das Livebild auswirken, kann man sich das fertige Bild nach eigenen Wünschen hinbasteln, bevor man abdrückt, was vor allem aufgrund des großen iPad Displays auch wunderbar funktioniert. Gut gemacht ist auch das User Interface, was man sich je nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann. So können Leute, die beispielsweise mit einem Histogramm nichts anfangen können, dieses ausblenden und sich stattdessen ein Raster anzeigen lassen, um perfekt den Goldenen Schnitt auszuloten.

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Nicht nur an den (optischen) Zoom, sondern auch an den Selbstauslöser oder eine Serienaufnahme wurde bei der Software gedacht und so erscheint, nachdem mehrere Sekunden lang der Auslöser “gedrückt” wurde, eine Auswahl an verschiedenen Optionen. So reagiert der Auslöser z. B. auch auf Bewegungen oder Sprache.

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Warum Bluxtouch ihrer Software allerdings nicht noch zusätzlich ein Postprocessing spendiert hat, bleibt zumindest mir ein Rätsel. So bietet die App Leuten, die sich gern im Vorhinein Gedanken um ein Bild machen, alles, was man sich wünschen kann. Man merkt, dass die Entwickler viel Wert auf die Bedienung gelegt haben und auch die Tatsache, dass sich veränderte Einstellungen, Filter oder Effekte sofort sichtbar auf das angezeigte Bild auswirken, hat seinen Reiz. Allerdings werden Geräte wie das iPad meiner Meinung nach auch eher mal zum Anfertigen eines spontanen Schnappschusses genutzt, bei denen man schnell abdrücken möchte ohne sich vorher minutenlang die optimalen Einstellungen hinzuschieben. Hier bleibt also noch Raum für ein sicherlich kommendes Update.

Blux Camera für das iPad ist kompatibel mit allen iPads, ausgenommen dem der ersten Generation, und gibt es derzeit zum Einführungspreis von 1,79 € im AppStore.

Quelle: Bluxtouch

Blux Camera for iPad - YIN XUE