Square Register – das iPad als mobile Verkaufsstation [Video]

von Marcel am 6. Juni 2012 · 11 Kommentare

Nachdem Square es bereits 2010 mit der Card Reader App und ihrem Dongle theoretisch jedem ermöglichten, jederzeit Kreditkartenzahlungen anzunehmen, bauen sie das jetzt mit ihrer Register App weiter aus. So wird aus dem iPad eine mobile Verkaufsstation.

Square Register ProduktansichtDie Register App wickelt jetzt nämlich nicht nur den Bezahlvorgang ab. Vielmehr ist die Software das Ladengeschäft selbst. So können die angebotenen Waren vom Händler in das Programm eingestellt und direkt am iPad angesehen und gekauft werden.

Außerdem arbeitet sie mit der ebenfalls von Square entwickelten CardCase App zusammen, sodass nicht nur die Kunden auf ihrem Gerät sehen, wenn sie in der Nähe von Geschäften sind, die Squares Apps nutzen. Auch die Händler sehen sofort, ob der Kunde, der gerade vor ihnen steht ein geschätzter Stammkunde ist und können auf diese Weise etwa Treueprämien oder Ähnliches ausschütten.

Des Weiteren bietet sie Anschluss an Registrierkassen und Drucker. Kauft ein Kunde also etwas ein, dann kann dieser nicht nur per Kreditkarte bezahlen, sondern sich auch gleich eine Rechnung dafür geben lassen.

Wie das Ganze funktioniert, kann man ganz gut im angehängten Video sehen.

Sie kann aber noch mehr, so bietet die Software für den Händler mehr als genug Analysemöglichkeiten und ermöglicht schnell und unkompliziert beispielsweise einen Überblick zum Umsatz der letzten Monate, den getätigten Transaktionen, anfallende Steuern, Reklamationen, etc. Jeweils anpassbar auf genau die Informationen, die man gerade sehen will. Dabei sind die Daten nicht nur lokal am jeweiligen Gerät einsehbar, sondern von überall auf der Welt mittels Square Webseite, wenn sich der Benutzer dort in sein Konto einloggt.

Square Register Analyse

Square selbst gibt an, dass inzwischen Zahlungen in Höhe von 11 Millionen US Dollar pro Tag mit ihrer App umgesetzt werden, und hat es geschafft, große Investoren wie z. B. VISA mit ins Boot zu holen, die dem Unternehmen noch mal 100 Millionen Dollar zur Verfügung stellten. Geld verdienen tut Square aber normalerweise damit, dass sie pro Transaktion 2,75% des Betrages als Bearbeitungsgebühr für sich beanspruchen.
Ende 2011 nutzten bereits über 1 Million Händler in den USA die Vorgängersoftware zur Annahme von Kreditkartenzahlungen, Tendenz steigend.

Square Register - Unterschrift

Zwar nimmt die Kreditkartendichte bei uns weiter zu, so hoch wie in den US of A ist sie trotzdem bei Weitem noch nicht. Ein überall einsetzbarer mobiler Verkaufspunkt, hardwaretechnisch realisiert nur durch ein iPad und dem Kreditkarten Dongle von Square, dürfte dem Ganzen, wenn es denn auch mal in Deutschland an den Start gehen würde, einen weiteren Schub verpassen.
Zu etwaigen Expansionsplänen gibt Square an, dass sie ihren Service auch gerne außerhalb der USA anbieten würden, ihnen aber derzeit die Partnerbanken fehlen.

Wie seht Ihr das? Tolle Idee oder hättet Ihr bei sowas Angst um Eure Kreditkarten?

Quelle: Square | Via: 9to5mac