Das neue iPad – von den Gerüchten vor der Präsentation zum Display unterm Mikroskop

von Michael am 28. März 2012 · 1 Kommentar

Der März 2012 ist nun schon fast vorbei und es war der Monat des neuen iPad. Am 7. März stellte Apple in San Francisco die neueste Generation ihres Tablets vor und ließ in einer Wellen schlagenden Aktion die Nummerierung weg, die sie beim iPad der zweiten Generation unsinnigerweise eingeführt hatten. Dies wird also zum “iPad, early 2012″.

In der Präsentation wurden sowohl das gerüchtelte der aufgebohrte A5-Prozessor “A5X” mit vier Kernen, für gesteigerte Grafikleistung und die – hier noch relativ nutzlose – Integration vom Mobilfunkstandard 4G LTE, bestätigt. Einzig das Kameramodul blieb hinter den Erwartungen zurück und so trägt das neue iPad die 5-MP-Kameras des iPhone 4 auf. Nur eine Woche später landete das erste Unboxing-Video, der vietnamesischen Kollegen von Tinhte.vn im Netz.

iPad 2012 von Tinhte.vnNoch am selben Tag bestätigte die Seite mit einem Benchmark Gerüchte, dass das iPad nun 1 GB Arbeitsspeicher hat und der A5X-Prozessor mit den selben 1 GHz getaktet ist, wie sein Vorgänger – der A5. Der Score des verwendeten Benchmarks (Geekbench) lag in selben Regionen des Vorgängermodells, was daran liegt, dass die Leistung des Grafikprozessors mit seinen vier Kernen, nicht mit in das Ergebnis dieses speziellen Benchmarks einfliesst.

Score des iPad der dritten Generation bei GeekbenchAm 19. März, dem Montag nach dem ersten Verkaufswochenende, vermeldete Apple drei Millionen verkaufte iPads. Ein krasse Zahl, brauchte das erste iPad noch einen Monat um ein Drittel dieser Menge unter die Leute zu bringen (es war natürlich auch erst nur in den USA verfügbar und es konnten gar nicht genug produziert werden).

Zu guter Letzt hat sich iFixit – die latenten Aufschrauber der Gadgetwelt – das Retina-Display des iPad, mit seiner verdoppelten Pixeldichte, unter dem Mikroskop angeschaut und man sieht, dass an die Stelle eines Bildpunktes nun Vier getreten sind:

Display unter dem Mikroskop: iPad 2 gegen "iPad 3"Die vier Grafikkerne bekommen nun also auch richtig was zu tun, denn sie müssen 3.145.728 Bildpunkte ansteuern. Doch nicht alles ist rosig in der iPad-Welt. Um trotz des Displays und der dafür benötigten Grafikleistung, die selben 10 Stunden Akkulaufzeit wie bei den beiden Vorgängern zu erreichen, musste Apple einen wesentlich größeren Akku verbauen, der nun leider auch wesentlich länger braucht um wieder voll aufgeladen zu sein.

Desweiteren müssen Apps, die auf dem neuen iPad gut aussehen sollen, auch neue Grafiken nachgereicht bekommen und nachdem langsam alle Apps ein Update durch ihre Entwickler erfahren haben, wird klar, dass diese natürlich auch wesentlich mehr Speicher belegen. Apples eigene iMovie App für das iPad wuchs beispielsweise von 70 auf 404MB an.

Quellen: Stereopoly, 9to5Mac, Tinhte, Apple, iPhoneBlog, iFixit & The Verge [Links im Text]

Ach ja: wenn man es einschaltet und benutzt wird es warm.