iPad am Beamer (I): Der LG Portable Projector HX300G

von Dirk Baranek am 6. November 2010 · 6 Kommentare

Das iPad hat ein entscheidendes Produktversprechen: mobiles Arbeiten. Unterwegs soll man all das erledigen können, was man so als Webschaffer, als Medienmensch, als Bürowerker zu tun hat. Inzwischen ist klar: alles kann das iPad nicht. Schon mal versucht ein Textdokument in ein PDF zu verwandeln? Geht nicht.

Nun gut, es muss ja auch nicht alles können, kostet ja auch nur knapp die Hälfte eines mittelgroßen MacBook.

Was aber gehen sollte, wenn man schon mobil ist: präsentieren. Gemeint ist das Vorführen von Dokumenten mit Hilfe eines Projektionsgerätes, landläufig Beamer genannt. Ich hatte hier vor geraumer Zeit über diese Funktion berichtet. Seitdem habe ich drei-vier Mal das iPad an einen Beamer angeschlossen, mit befriedigenden Ergebnissen. Einmal ging es allerdings gar nicht. Jetzt kann ich die Funktion allerdings richtig und in Ruhe ausführlich testen, weil ich aktuell einen Beamer zur freien Verfügung habe.

Der LG Portable LED-Projector HX300G

Ich habe zur Zeit ein neues Produkt des Herstellers LG im Test. Es handelt sich um das Modell HX300G. Hier mehr Infos zu dem Gerät bei LG.

Das Gerät gefällt mir ziemlich gut, erste Sahne, und kann trotz seiner sehr kompakten Größe inklusive geringem Gewicht (786 Gramm) noch viel mehr, als ausschließlich simple Präsentationen zu projezieren. Fotos, Filme, Video, Musik – kann alles an die Wand geworfen bzw. zum Anhören gebracht werden. Mit maximaler Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln und einer Helligkeit von 300 Lumen bekommt man selbst bei Tageslichteinfall ein gut sichtbares, großes Bild hin.

Der LG-Beamer verfügt über Eingänge in den Formaten USB, VGA, HDMI und Komponenten. Die LED-Lampe sorgt für niedrigen Stromverbrauch. Habe es getestet mit Strommessgerät und als maximalen Verbrauch 75 Watt gemessen. Im Stand-By-Modus übrigens 0 Watt. Lautsprecher hat das Gerät auch: 2 x 1 W. Mitgeliefert wird eine gepolsterte Umhängetasche – mobiler gehts nicht. Einziges Manko eventuell: Zwar wiegt der Beamer selbst unter 800 Gramm, das Netzteil aber allein 580. Hake ich unter “cleveres Marketinggemogel” ab. Ein Sache noch: das Ding ist leise. Zwar springt der Ventilator sofort an, wenn man projeziert, aber mit etwas 20 Dezibel hält sich die Lärmentwicklung sehr im Rahmen. Man muss das Gerät beim präsentieren sicher nicht überbrüllen.

iPad anschließen kein Problem

Um das iPad an den Beamer anzuschließen, benötigt man einen Adapter. Der heißt “iPad-Dock-Connector zu VGA”. Wie der Name schon sagt, besteht der Adaper auf der einen Seite aus einem Stecker, der in den Dock-Anschluss reinpasst. Auf der anderen Seite ist diese kleine VGA-Steckdose. Beamer und iPad werden zuletzt mit dem von LG standardmäßig mitgelieferten VGA-Kabel verbunden. Fertig. Wenn man den Beamer angeschaltet hat und eine präsentationsfähige App öffnet, wird automatisch das Bild projeziert.

Allerdings kann man nicht all das projezieren, was man auf dem iPad sieht. Welche Apps gebeamt werden können, welche nicht und wie das alles aussieht, davon berichte ich morgen im zweiten Teil.