Aus dem Monats-Archiv:

Oktober 2010

Halloween-Rabatte für iPad-Games

von Dirk Baranek am 31. Oktober 2010 · 1 Kommentar

Heute Nacht ist ja dieses Halloween. Gruselnacht für Kids. Die kriegen was geschenkt und einige Spieleentwickler dachten sich wohl: machen wir auch und hauen ein paar, durchaus ältere Titel teilweise für billig raus. Uns kanns egal sein., wir habe zugeschlaen. Hier ein paar der teilweise bis zu 80 Prozent verbilligten Spiele, natürlich mal wieder nur solche, die für iPad optimiert sind.

Need for Speed Shift | 2,39 Euro (iTunes-Link)
Hochgelobtes Rennwagenspiel mit hyperrealistischer Cockpitperspektive und heftiger Crashdynamik. Selbst Non-Gamer äußern sich begeistert.

Tetris für iPad | 2,39 Euro (iTunes-Link)
Der Klassiker. Muss man haben, um sinnlose Stunden noch sinnloser totzuschlagen.

Scrabble | 3,99 Euro (iTunes-Link)
Das ist natürlich ein kritisches Ding: es geht um Sprache. Dem entsprechend sind die Kritiken gemischt. Gameplay wohl ganz gut, Wörterbuch optimierbar.

Let’s Golf HD | 0,79 Euro (iTunes-Link)
Golfspiel mit 63-Loch-Green. Nutzer zumeist sehr zufrieden.

Madden NFL 11 | 0,79 Euro (iTunes-Link)
Genialer Billigpreis! Football spielen, Gegner weghauen, die Pille kicken, heimrennen

Plants vs. Zombies | 3,99 Euro (iTunes-Link)
Passend zu Halloween dieses sher beliebte Fun-Spiel

Mirror’s Edge HD | 2,39 Euro (iTunes-Link)
Jump’n Run. Nutzer meinen: Qualität hat seinen Preis. Daher jetzt sehr günstig.

Splinter Cell Conviction HD | 5,49 Euro (iTunes-Link)
Klassisches Ballerspiel im Ego-Shooter-Modus, aber auf wirklich hohem grafischen und technischem Niveau.

Via @m4gic

Mit Tactilis Skizzen auf dem iPad anfertigen

von Dirk Baranek am 30. Oktober 2010 · 0 Kommentare

Apps, um mit den Fingern Skizzen zu machen, gibt es einige. Ich habe ein paar von denen probiert und muss sagen: ganz so einfach ist es nicht, mit den Fingerspitzen zu zeichnen oder zu schreiben. Ist eben kein Stift, sondern eine mehr oder weniger dicke Fläche. Zudem kann man den Kontaktpunkt des Fingers auf der Glasfläche nur ungenau kalkulieren. Schon seltsam, wie knubbelig eigentlich diese Fingerspitzen sind.

An diesen Problemen hat Satyakam Khadilkar bei der Umsetzung seiner Zeichenapp Tactilis gearbeitet, die es gratis im App-Store gibt (iTunes-Link).

So kann man Teile der Zeichenfläche als vergrößertes Pop-Up anzeigen, in das definierte Feld reinmalen und dann wieder wegtippen. Die Zeichnung wird dann an der Stelle eingefügt. Mit Zweifingergesten ist es möglich, grade Linien und vollendete Kreise vorzuzeichnen, deren Linien magnetisch sind und perfekt nachgezogen werden. Durchdacht ist ebenfalls eine Funktion, mit der es möglich ist, auf dem iPad zu schreiben und den Handballen auf dem Bildschirm aufzustützen. Das ist wirklich clever. Näheres zu diesen Gestensteuerungen sieht man in dem Promovideo unten.

Gibt es Nachteile? Ok, farbige Linien kann die App nicht. Die erste Version scheint außerdem noch etwas buggy, wie man in den Bewertungen lesen kann im App-Store. Ich habe es ausprobiert und habe allerdings nichts gefunden. Lief alles.

Als kostenlose App jedenfalls empfehlenswert.

Fotos von Digitalkamera kabellos auf iPad streamen

von Dirk Baranek am 30. Oktober 2010 · 0 Kommentare

Es nervt, ist umständlich, suboptimal: Fotos mit der digitalen Spiegelreflexkamera schießen, Kamera mit Kabel und Adapter an iPad anschließen, auf iPad übertragen.

Es geht bequemer, besser, viel besser: Fotos umgehend und kabellos von der Kamera auf das iPad streamen. Kostet zwar ein bisschen, aber naja, ihr wisst ja – umsonst ist der Tod. Für die kabellose Lösung braucht man allerdings Folgendes:

  • Eine Eye-Fi-Karte für die Kamera. Es handelt sich dabei um eine SD-Karte, die mit einem kleinen Sender augestattet ist.
  • Die App ShutterSnitch. Mit der werden die Fotos, die mit der so aufgerüsteteten Kamera aufgenommen wurden, direkt in das iPad importiert. Die App kann noch vieles mehr, aber das ist die Hauptfunktion. Gibt es hier im App-Store für 5,99 Euro (iTunes-Link)

Und das geht jetzt einfach so? Nicht immer, leider. Denn normalerweise müssen sich iPad und Kamera im gleichen W-LAN befinden (oder Wifi, für Englischsprachige). Das ist im Studio oder Zuhause kein Problem, aber wie sieht das in freier Wildbahn aus?

Für dieses Problem hat der Fotojournalist Lee Morris in dem Video eine Lösung für iPad bereit, die gejailbreakt wurden. Ist nicht so ganz meins, weil dann die Garantie auf das iPad erlischt. Egal, Morrris empfiehlt die App My Wi, die es hier gibt. Kostet glatt 20 USD. Damit kann man jedenfalls ein eigenes W-LAN erzeugen, egal wo man sich befindet. Dieses W-LAN ermöglicht es dann, direkt zwischen Digicam und iPad eine Verbindung herzustellen.

Cruxcase: iPad-Kasten mit Tastatur

von Dirk Baranek am 29. Oktober 2010 · 0 Kommentare

Wir hatten jüngst was ähnliches vorgestellt: eine feste Hülle für das iPad mit eingebauter Tastatur. Nun der nächste Entwurf. Nennt sich Crux360 und kann ein bisschen mehr, wie das Video verdeutlicht. Denn die Tastatur lässt sich derart wegklappen, sodass die Touchtastur gut zu handhaben ist.

Kostet 150 USD.

Hier mehr Infos

Wer nutzt eigentlich das iPad und wie? Interessante Frage, die sich vor allem die Leute stellen, die damit Geld verdienen wollen. Das sind neben den App-Entwicklern diejenigen, die Inhalte für das iPad anbieten und in diesem Rahmen Werbung verkaufen sollen. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass die Tomorrow-Focus AG, die Online-Angebote wie Focus Online, Holidaycheck oder ElitePartner vermarktet, Daten über die Nutzung erheben und ihren Kunden zur Verfügung stellen. Dieses ist geschehen in diesem Download-Dokument.

Ausgewertet wurden dafür Daten von Marktforschern aus dem August 2010 sowie das Nutzungsverhalten auf der Focus-App.

Wer besitzt ein iPad?
Der typische iPad-Nutzer besitzt bereits mehrere Produkte aus dem Hause Apple (81 Prozent), ist eher älter (70 Prozent über 40 Jahre alt) und männlich (82 Prozent), ist sehr gut ausgebildet und infolgedessen in der Mehrzahl berufstätig. Außerdem haben iPad-Nutzer Geld: zwei Drittel steht ein Netto-Haushaltseinkommen von mehr als 3.500 € zur Verfügung.

Geld für Content?
Die Frage, ob iPad-Nutzer Geld für journalistische Inhalte auszugeben bereit sind, lässt sich eindeutig bejahen. Nur 17 Prozent wollen gar nichts bezahlen, aber mehr als die Hälfte sind bereit, mehr als fünf Euro pro Monat dafür auszugeben. Gutes Klima also für die Verlage …

Wann wird das iPad genutzt und wofür?
Interessante Erkenntnis: das iPad wird sehr häufig abends genutzt. Offenbar handelt es sich hauptsächlch um private Nutzung. Ich stelle mir das so vor: der gestresste Gutverdiener kommt nach Hause, will erstmal entspannen und dann die Nachrichten- und Info-Websites abchecken. Denn offenbar wird hautpsächlich gesurft und NachrichtenApps konsultiert. Bücher lesen, spielen, Filme anschauen und Musik hören rangieren eher im hinteren Bereich. Im Vordergrund stehen Informationen und Service-Inhalte wie Wetter, Börse oder TV-Programm.

Warum iPad?
Aufschlussreich finde ich eine Folie der Mediaanalyse, aus der ersichtlich wird, warum das iPad gekauft wurde. Ganz oben (31,5 Prozent) steht dabei die mobile Nutzung des Web. Dann folgt mit Abstand (16,5 Prozent) die Qualität des Produktes. Als drittes wird es schon sehr Fanboy-mäßig: Allein 15 Prozent haben es gekauft, weil es von Apple kommt!

Fazit
Das iPad ist noch kein Massenprodukt im eigentlichen Sinne. Vielmehr wird es eher von Leuten genutzt, die gut ausgebildet in guten Positionen arbeiten und dem entsprechend über ein hohes Einkommen verfügen. An dieser Stelle muss man allerdings die Daten auch kritisch hinterfragen, denn natürlich haben die Vermarkter von Tomorrow-Focus ein Interesse daran, ihren Kunden genau dies zu suggerieren.

Trotzdem, eines scheint bei der Nutzung sicher: Informationen und Service stehen bei den Interessen ganz oben, Entertainment ist nicht so gefragt.

Danke an @zellmi für Hinweis.

Appstar: auf der Suche nach den besten Apps

von Dirk Baranek am 28. Oktober 2010 · 2 Kommentare

Gute Apps sind gut. Richtig gute Apps sind besser. Wer könnte es versierter beurteilen, welche Apps diese Kriterien erfüllen, als die Nutzer selbst? Das hat sich das Team von appstory.tv gedacht und einen Wettbewerb ins Leben gerufen.

Der heißt Appstar und ist seit 14 Tagen online. Wir finden das gut. Sind nämlich nette Leute, die das machen, in Person von Michael Reuter und Kira Song, um nur zwei Webtausendsassa aus dem Team zu nennen.

Der Wettbewerb läuft klassisch ab

  • Nominierung: Jeder kann Apps vorschlagen. Name eintragen, kurze Begründung, das ist alles. Die Vorschläge werden dann vom Appstar-Team in eine der acht Kategorien eingeordnet.
  • Online-Voting 1: Diese Phase läuft ab sofort bis zum 31. Januar 2011.
  • Hauptvoting: Die jeweils zehn besten Apps in den jeweiligen Kategorein kommen ins Hauptvoting der Nutzer. Deren Bewertungen fließen zu 75 Prozent in die Hauptwahl ein – die restlichen 25 Prozent steuert die Appstar-Jury bei. Die besteht aus den App-Experten Marlene Buschbek-Idlachemi, Stv. Chefredakteurin Macwelt bei IDG Magazine Media GmbH, und Kira Song, Mitgründerin von appstory.tv, sowie aus Vertretern der Appstar-Medienpartner und einem Appstar-Leser, der ausgelost wird.
  • Finale: Die besten Apps über alle Kategorien hinweg bekommen auf der CEBIT am 7. März 2011 die Preise überreicht.

Also, wir empfehlen: mitmachen!

Haken an der Sache? Kleiner. Wir hätten uns gewünscht, dass es eine besondere Kategorie für iPad-only bzw. die iPad-Versionen der Apps gegeben hätte. Gibts aber nicht. Sind auch nicht besonders getaggt. Schade.

Wir wissen es alle aus der Praxis und es ist für mich nach wie vor ein kleines technisches Wunder: Die Akkuleistung beschert dem iPad eine Betriebsdauer, die mit zehn Stunden sagenhaft ist und jeden Laptop locker abhängt.

Trotzdem kann es vorkommen, dass das nicht ausreicht und die nächste Steckdose meilenweit entfernt ist. Weiß zwar nicht so ganz genau, welche Umstände dazu führen können, aber nun gut – kann vorkommen.

Für diesen Fall der Fälle gibt es jedenfalls nun Abhilfe, wie uns das Unternehmen New Tech Products mitteilt, einem Großhändler, der unter anderem Geräte der Firma Powertraveller vermarktet. Die können was neues vermelden für die Produktserie “minigorilla”. Dabei handelt es sich quasi um einen externen Akku, mit dem man bisher schon Handys unsw. aufladen konnte. Das iPad allerdings nicht. Grund ist die im Unterschied zu sonstigen Geräten höhere Eingangsspannung beim iPad von 2,1 Ampere (statt 1 Ampere). Das Problem löst Powertraveller mit einem frisch entwickelten Adapter, den man zwischen den externen Lithium-Ionen-Akku und iPad hängen muss. Dann, so verspricht der Hersteller, läuft das iPad nochmal acht Stunden länger. In zwei Stunden hat es sich bis zu 75 Prozent wieder aufgeladen, wenn man den minigorilla drangehängt hat.

Hört sich gut an. Kostet aber. Der minigorilla kostet 129 Euro (UVP, inkl. MwSt.). Der gorilla-pad Adapter wird für 10 Euro (UVP, inkl. MwSt.) angeboten.

Wie man viele iPad-Apps verkauft

von Kacper Potega am 28. Oktober 2010 · 2 Kommentare

Natürlich, das nehme ich vorweg, haben wir hier jetzt kein Geheimrezept, das die Absätze aller verkauften Apps in unendliche Höhen steigen lässt. Sowas gibt es vermutlich nicht und das ist auch gut so. Denn am Ende gilt immer: Apps verkaufen sich vor allem dann gut, wenn sie nützlich, schön, sinnvoll, eben: gut sind.

Trotzdem gibt es das ein oder andere, das für die entscheidenden Nuancen sorgt. Darum soll es hier gehen.

Besprechen können wir das dank Oliver Reichenstein von informationarchitects aus Japan. Dieser führt nämlich quasi öffentlich Buch über deren kürzlich veröffentlichte Schreib-App writer (wir haben berichtet). So gibt es auf der Website von iA nicht nur einige nette Worte von mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten zu der App, sondern auch die offen gelegten Verkaufszahlen.

Interessant sind vor allem die eingetragenen Milestones. So sieht man den deutlichen Anstieg, als die App im AppStore gefeatured wurde (30.09.), sowie einen Tag später, als sie bei Daring Fireball (eine der wichtigsten Tech-Link-Schleudern) verlinkt wurde. Ebenso interessant: Trotz geschalteter Werbung bei Google, Reddit und Facebook fallen nach dem 24.09. die Verkaufszahlen kurz deutlich ab. Wie Reichenstein in seinem Twitter-Account bestätigt: Die geschalteten Anzeigen bringen für die Verkaufszahlen genau: 0.

Interessant ist außerdem eine  Tatsache, die Reichenstein ebenfalls twittert: Reviews in größeren, klassischeren Medien sowie deren Webportalen haben ebenfalls kaum Auswirkungen auf die Verkäufe der App.

Diese beiden Phänomene – kaum absatzfördernde Wirkung von Werbung, kaum absatzfördernde Wirkung von klassischer PR – lassen sich mit der Zielgruppenstruktur erklären. Die Besitzer von iPads bewegen sich vor allem im Blog-und Social-Media-Bereich. Und, weil sie eben ein iPad besitzen, zumeist direkt im AppStore. Deswegen sind positive Reviews in Blogs (Anstieg am 27.09.) und das gefeaturet werden im AppStore förderlicher für den Absatz und lassen so mehr Apps verkaufen.

“Wie verkauft man also mehr Apps?” lässt sich mit der Gegenfrage und der daraus folgenden Synthese-Antwort also einfach lösen: “An wen verkauft man Apps?”.

Und, wie gesagt: Es ist keine Revolution, es ist kein Patentrezept. Aber aus den Erfahrungen anderer zu lernen, war noch nie falsch.

Marktanteile: Wenn das iPad als Computer zählt …

von Kacper Potega am 19. Oktober 2010 · 1 Kommentar

Weil das iPad irgendwo ein Zwitter aus Handy (ohne Handy), iPod und Computer ist, fällt es nicht in allen statistischen Erhebungen unter die Kategorie “Computer”. Wenn es als solcher zählt, dann sehen Apples Marktanteile plötzlich ganz anders aus.

Ohne iPad sind Apples Verkaufszahlen im Computergeschäft Jahr für Jahr um ca. 24% gewachsen. Mit eingerechnetem iPad um 250%. Zum Vergleich: HP hat ein Wachstum von ca. 3%, Dell ein Negativwachstum von 5%.

Diese Sicht der Dinge wirkt sich auch auf die Markteinteile der Unternehmen in den USA aus. So besitzt Apple, mit eingerechnetem iPad, nun 25% Marktanteile des Computermarktes, was einen Zuwachs von 18% in nur zwei Quartalen bedeutet!

Quelle: CNN

Bewegungsillusionärer Folientrick mit dem iPad

von Dirk Baranek am 10. Oktober 2010 · 3 Kommentare

Dieses Video macht gerade Furore im Netz. Unzählige Tweets und Bloghinweise haben schon über 200.000 Zuschauer binnen drei Tagen angelockt.

Man sieht, wie fünf Bilder auf dem iPad mittels einer darübergezogenen, transparenten, mit Streifen versehenen Folie leicht hypnotischen animiert werden. Nunja. Gut finde ich den Kommentar eines YouTuybe-Users: “And why exactly you need an iPad to do this?” Kein weiterer Komentar nötig. Bewegungsillusionen entstehen im Gehirn unabhängig vom Betrachtungsobjekt.