The New Yorker als iPad-App erschienen

von Dirk Baranek am 27. September 2010 · 1 Kommentar

The New Yorker ist nicht irgendeine Zeitung, sondern das Meinungsblatt des liberalen Bürgertums der us-amerikanischen Ostküste. Seit 1925 veröffentlichen hier viele originelle Autoren in Text und (gerne gezeichnetem) Bild ihre aussagekräftigen Artikel. Ein Bollwerk des essayistischen Journalismus.

Mit der heute erschienen iPad-App (iTunes-Link), die es zunächst kostenlos gibt, kann man sich dann die jeweilige, monatlich erscheinende Ausgabe kaufen. Kostet 3,99 Euro. Wer sich dafür entscheidet, lädt infolgedessen mit dem iPad 173 MB runter. Empfehlenswert also, sich in einem W-LAN-Netzwerk zu befinden.

Das Cover der Oktoberausgabe ist von David Hockney, bekannter britischer Maler und bekennender iPad-Nutzer, der das auf Brushes gezeichnet hat, wie man in einem Video sehen kann. Überhaupt: es gibt viele Videos zu sehen, unter anderem ein seltenes Stück mit John Cage, siehe Screenshot.

Titelstory ist “The Unsocial Network” mit einem Text von Malcalm Gladwell, der über Twitter herzieht. Es ist jedenfalls die komplette Ausgabe, gehalten im inzwischen fast standardisiertem iPad-Printmagazin-Design. So ganz trauten sie dem Braten allerdings nicht und haben extra ein Stück über das Infodesgin gemacht, hier im Screenshot eine Erläuterung der Info-Elemente.

Insgesamt nichts besonderes, aber das sollte man von diesem Blatt eh nicht erwarten. Es ist bekannt für sein editorisch konservatives Auftreten. Ein kleiner Spleen, den man sich leistet. Hier kommt es allein auf die Inhalte an, die allerdings gut lesbar und interessant aufbereitet sind. Ein Jahresabo der Printausgabe kostet übrigens bei Amazon 150 Euro.