Melodala – die erste iPad-Kunst-App in der Tate Britain, London

von Dirk Baranek am 14. September 2010 · 0 Kommentare

Mandalas sind bekannt. Es handelt sich dabei ursprünglich um religiöse Symbole aus der indischen Kultur, denen immer ein gleiches Prinzip innewohnt: es sind kreisförmige stets streng symetrische Darstellungen. An dieses Prinzip lehnt sich die iPad-App Melodala (iTunes-Link / 1,59 Euro) an, deren Ergebnisse etwas an ein Kaleidoskop erinnern, das man sich in Kindertagen als Pappröhre vor das Auge hielt, um die gespiegelten bunten Steine in permanent veränderlicher Symetrie anzuschauen.

So ähnlich funktioniert die App, wie man in dem ersten Video sehen kann (hier die iPhone-Version): man tippt auf den Bildschirm und malt mit dem Finger. Allerdings wird die Zeichnung automatisch an sechs Punkten gespiegelt dargestellt. Daraus ergibt sich immer ein auf einem Kreis basierendes Gemälde. Die Vorsilbe “Melo” bezieht sich im übrigen auf den Umstand, dass die App auf der Aktivität des Nutzers basierende, leicht meditative Musik produziert.

Die App fasziniert offenbar Künstler. David Hockney soll Fan sein. In dem zweiten Video sieht man die App im Einsatz in der renommierten Kunstmuseum Tate Britain in London. Dort waren drei iPads aufgestellt und die Besucher konnten die App benutzen. Die Ergebnisse wurden ausgedruckt und ausgestellt. Melodala war die erste App, die Eingang in die Tate Britain gefunden hat.

MELODALA at The Tate Britain: Installation Film from Mark McEvoy on Vimeo.