Apps, Apps und noch mehr Apps – Bericht von der iPad-Session auf dem Barcamp Stuttgart

von Dirk Baranek am 12. September 2010 · 8 Kommentare

Gestern war ich auf dem Barcamp Stuttgart, dritte Ausgabe. Dort haben wir auf Initiative von @dittes eine Nachtsession abgehalten über das iPad. Etwa 20 Leute saßen im Raum, davon die Hälfte mit iPad, und haben mal so ein bisschen gequatscht, was denn jeder so für Apps geladen hat, was die Favoriten sind und wieso weshalb warum.


Foto: @dittes (kariertes Hemd) und @frankstohl

Hier erstmal die Favoritenlisten mit den jeweiligen Twitternamen.

@StephanR78
Reeder (iTunes-Link)
Osfoora HD (iTunes-Link)
Omnifocus (iTunes-Link)

@Dirkhaun
Keynote (iTunes-Link)
Omnifocus (iTunes-Link)
Shuttersnitch (iTunes-Link)

@Baranek
Flipboard (iTunes-Link)
Osfoora HD (iTunes-Link)
Pages (iTunes-Link)

@Frankstohl
River of News (iTunes-Link)
Weatherpro HD (iTunes-Link)
Beatbox Ultra (iTunes-Link)

@Alexbu
Flipboard (iTunes-Link)
Looptastic HD (iTunes-Link)
Evernote (iTunes-Link)

@_teecee
Yammer (iTunes-Link)
Mobile Noter (iTunes-Link)
iOutbank (iTunes-Link)
Feeddler RSS (iTunes-Link)

@Dittes
Toodledo (iTunes-Link)
Good Reader (iTunes-Link)
Photogene (iTunes-Link)

@Ludwig24
Flipboard (iTunes-Link)
Elements – Dropbox powered Text Editor (iTunes-Link)
iCab Mobile (Web Browser) (iTunes-Link)

@Peate
IM+ (iTunes-Link)
Flightcontrol (iTunes-Link)
Reeder (iTunes-Link)
Backgrounder (für Cydia Jailbreak)

Barbara
Omnifocus (iTunes-Link)
Kindle (iTunes-Link)

@Chris_kra
Osfoora HD (iTunes-Link)
Sparkle HD (iTunes-Link)
Sipgate (iTunes-Link)

Hier jetzt, was es mit den einzelnen Apps auf sich und wieso man sich mal anschauen sollte. Wir haben die im weiteren Verlauf der Session nach verschiedenen Themenblöcken zusammengestellt. Auf Grund der Zeitbegrenzung sind wir auch nicht ganz durchgekommen. Bedauerlich vor allem, dass das Thema Games durch den Rost fiel.

Getting Things Done
Produktiv zu arbeiten besteht unter anderem aus der Fähigkeit, Aufgaben richtig einzuordnen und termingerecht zu erledigen. Dabei helfen Apps, in die man Termine und Aufgaben eintragen kann, um die Übersicht zu behalten. Von den Session-TeilnehmerInnen wurde dazu die App Omnifocus trotz des hohen Preises von 31,99 Euro stark empfohlen. Vor allem weil diese das Konzept von GTD am besten abbildet und über viele wichtige Funktionen verfügt, zum Beispiel eine Synchronisation mit der Desktop- und Webversion. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang die Apps Things (15,99 Euro) und Toodledo (2,99 Euro) erwähnt.

Zwischentipp I: Desktop
Wo wir gerade bei Apps zum Großthema “Produktivität” waren, hatte @_teecee einen Hinweis parat auf die App Desktop, die aktuell 0,79 Euro kostet. Die kann den Bildschirm in zwei Fenster aufteilen, in denen dann eine ganze Reihe von Anwendungen laufen, die allerdings Teil dieser App sind. Vor allem kann man damit besser mit Copy-Paste arbeiten, zum Beispiel vom Browser in E-Mail usw.

RSS-Feed-Reader
Inzwischen gibt es ja eine ganze Menge dieser Apps, mit denen man vordefinierte RSS-Feeds lesen kann. Letztlich basieren die im übrigen fast alle auf dem Google Reader, den man per Webbrowser konfiguriert. Empfohlen wurde hier neben dem schon bekannten Reeder, dessen technischen Probleme wohl behoben sind, die Apps Feeddler (3,99 Euro) und River of News (2,39 Euro). Bei Feeddler kanman neben Google Reader auch einzelne Feeds lesen, auf einen eingebauten Browser zurückgreifen, Facebook lesen, muss allerdings vor- und zurückklicken. River of News ist im Prinzip wie Reeder, allerdings werden die Artifkel untereinander und somit scrollbar dargestellt, verfügt über einen eingebauten Webbrowser, ist schnell und hat diverse Weiterleitungsfunktionen unter anderem auch nach Facebook.

Zwischentipp II: Shuttersnitch
Mit der App Shuttersnitch (5,99 Euro) kann man mittels eine Eye-Fi-Karte, die in die Digitalkamera eingelegt wird, drahtlos Fotos von der Kamera auf das iPad schieben. Das geht allerdings nicht live in Echtzeit, sondern ist ein besonderer Prozess nach der Aufnahme.(siehe unten erster Kommentar, geht doch wohl)

Twitter-Apps
Allgemeiner Favorit bleibt weiter Osfoora (2,39 Euro). “Saubere App, gut aufgebaut, trennt sauber mehrere Accounts, läuft schnell”. Die von Twitter inzwischen selbst angebotene Gratis-App finden fast alle schrecklich wegen der grottenschlechten, komplizierten Usability. Obendrein fehlt dort so manche Funktion, wie zumBeispiel löschen von Tweets usw. Allgemien bedauert wurde auch der Umstand, dass Tweetdeck immer noch schwer fehlerhaft ist. Offenbar kriegen die das mit der Chronologie einfach nicht in den Griff. Ein Tipp zum Thema “internes Twittern für Unternehmen”: Yammer. Begrenzter, vordefinierter Personenkreis hat Zugriff auf Kurznachrichten. Wenn ich das richtig sehe, ist das allerdings eine iPhoneApp…

Zwischentipp III: iOutBank
FRage ist natürlich, warum kauft man sich eine Banking-App für 9,99 Euro, wo man doch zumnidest theoretisch auch mit dem Briowser zum Online-Bankng kommt. Antwort: zu unsicher! Denn mit iOutBank hat man eine absolut sicheren Zugang mit einer speziellen Servertechnonoligie und ist damit vor Phishing-Attacken geschützt. Ansonsten soll es sich um eine sehr umfangreiche, mächtige App handeln.

Notizen anlegen und bearbeiten
Es haben sich einige als Hardcore-Fans von Evernote geoutet, eie App, die auch ich sehr gerne einsetze. Grund ist vor allem die tolle Synchronisation zwischen der iPad-App und der Desktop-Anwendung. Sehr interessant klang auch der Hinweis auf Elements (3,99 Euro), eine App mit der man Notizen machen kann, die dann via Dropbox synchronisert werden. Dropbox ist eh Pflicht.
Wer noch eine Gratis-App für das Anlegen von Notien sucht, die vielleicht ein wenig komfortabler ist, als die mitgelieferte von Apple, sollte sich mal Mobiel Noter anschauen. Die kann wohl auch mit Microsoft synchronisieren…

Zwischentipp IV: Backgrounder
Background nennt sich eine App, die nur auf mit Cynthia gejailbreakten iPads läuft, die aber jetzt schon das kann, was auf dem normalen iPad erst im November mit OS 4.2. kommt: Multitasking. Eine Vorführung der Funktion war recht vielversprechend, angesichts des Umstands, dass man zum Beispiel ein geöffnetes Flipboard einfach so verlassen und wieder an die gleiche Stelle zurückgehen konnte. Zwischenruf allerdings beim Thema Jailbreak: “Zwar zwei Vorteile, aber 27 Sicherheitslücken …”

Alternative Browser
Safari ist gut und schön, hat aber auch ein paar Schwächen. Zum Beispiel kann man nur neun Tabs aufhaben, die auch nicht verschiebbar sind. Alternativ dazu bietet sich unter anderem iCab Mobile (1,59 Euro) an. Ist eigentlich ein uralter Alternativbrowser für Mac, jetzt eben aufgebohrt für iPad. Man kann damit wirklich sicher surfen, es gibt Filterfunktionen, Export nach Instapaper, beliebig viele Tabs und eine Downloadverwaltung. “Läuft stabil.” Erwähnt wurde auch noch Atomic (0,79 Euro), der zwar auch Tabs hat, aber nicht ganz so viel kann.

Instant Messaging, VOIP-Telefonie
Stark empfohlen wurde die IM-App IM+: “Die 7,99 Euo lohnen sich definitiv.” Die App läuft sehr flüssig, unterstützt Chats in Facebook, Skype, ICQ, AIM, verbindet sich von allein, verüfgt über nativen Push. Gruppenchts zum beispiel in Skype sind möglich. Gut die Funktion, sich Chats per E-Mail zuschicken zu lassen. Fotos gehen ebenfalls. Einwandfrei bei VOIP funktioniert Spgate, sofern man dort einen Account hat. Skype ging bei mir ganz prima in Sanien, obwohl es sich um die iPhone-App handelt. Erwähnt wurde außerdem die Möglichkeit für Besitzer einer Fritzbox diese von außerhalb anzusteueren und dann quasi mit dem Heimanschluss zu telefonieren.

Reisen
Nach wie vor topp ist die Kartenanwendung von Google Maps. Hinweis dazu: Falls es es in der Region schon Google Streeview gibt, kann man auf ein oranges Männchen bei der angesteuerten Karten-Adresse tippen und wechselt direkt in die Streetview – ziemlich toll. Als gut bewertet wurden die App des Hotelreservierungsportals HRS sowie die von Kayak.

Hier enden meine Notizen. Die Leute für die folgende Session drängten in den Raum. Wir hätten bestimmt noch eine weitere Stunde locker zubringen können. Danke an alle.