Aus dem Monats-Archiv:

September 2010

Tethering mit dem iPad: Hinweise in der iOS 4.2 Beta

von Kacper Potega am 30. September 2010 · 0 Kommentare

Wissenschaftler haben rausgefunden, dass sich in der kürzlich veröffentlichten Beta 2 des iOS 4.2 für das iPad ein Hinweis auf eine Tethering-Option auf dem Apple Tablet befindet. Zwar wurde von Apple immer wieder dementiert, dass es eine solche Option in naher Zukunft gäben würde und natürlich kann es sich hier einfach um einen Fehler in der Beta handeln – trotzdem wäre es doch eine schöne Option. Auch wenn fraglich bleibt, bei welchen Netzbetreibern das ohne Weiteres gehen wird.

Tethering bezeichnet die Möglichkeit, ein iPad, iPhone oder ähnliches Gerät mit Internetzugriff über das Mobilfunknetz als Internetmodem zu nutzen. Mit den Telekom-Tarifen der ersten Generation war es möglich, das iPhone an den Rechner zu koppeln und als Modem zu nutzen. Diese Option bietet die Telekom mittlerweile nur noch gegen Aufpreis.

Sanft geweckt werden, vom iPad

von Dirk Baranek am 28. September 2010 · 1 Kommentar

Früher stand man mit den Hühnern auf, also kurz vor Sonnenaufgang. Das war die agrarische Gesellschaft. Die industrielle brachte die exakte Zeit für jedermann ins Haus, zwang das Individuum in den Rhythmus der Maschinen zuerst mit brutalen Klingelweckern, inzwischen mit etwas sanfteren Digitaltönen jedoch letztlich den Schlaf abrupt beendendem LÄRM.

Heute leben wir in einer neuen Zeit, der Informationsgesellschaft. Die bringt offenbar ihre eigenen Weckformen hervor, wie sie die iPad-App LightWake Alarm Clock perfekt verkörpert (iTunes-Link | 0,79 Euro). Je nach individueller (!) Einstellung wird man sanft aus dem Schlaf geholt. Dafür sorgt fröhlich anhebendes Vogelzwitschern ebenso wie sich verstärkende Lichteffekte. Einfach mal das Video anschauen und feststellen: es muss nicht brutal sein, es geht voll easy. Aufstehen muss man aber immer noch…

Erste iPad-Straßenmusikantin gesichtet

von Dirk Baranek am 28. September 2010 · 0 Kommentare

So richtig viel mehr, als das was man sieht, weiß ich auch nicht über dieses Video. Jedenfalls zeigt es eine Straßenmusikantin, die die Passanten mit ihrer auf dem iPad produzierten Musik unterhalten möchte. Offenbar nutzt sie die App Seline (iTunes-Link), die es für 7,99 Euro gibt.

The First iPad Street Musician? from Alex Shpil on Vimeo.

Eye of the Tiger mit iPads!

von Kacper Potega am 27. September 2010 · 1 Kommentar

Es ist ein Klassiker der Moderne. Es ist der einzige Song, den Filmregisseure seit Rocky kennen, um zu demonstrieren, dass sich ein Proband ganz intensiv auf etwas vorbereitet. Im besten Fall einen Kampf. Und es ist möglich diesen Song nur auf iPads nachzuspielen mit diversen Apps. Ich möchte, dass sofort unzählige iPad-only Bands aus dem Boden gestampft werden. Und hier, ich weiß: aaaaaaaalt. Aber das ist der Song auch.

The New Yorker als iPad-App erschienen

von Dirk Baranek am 27. September 2010 · 1 Kommentar

The New Yorker ist nicht irgendeine Zeitung, sondern das Meinungsblatt des liberalen Bürgertums der us-amerikanischen Ostküste. Seit 1925 veröffentlichen hier viele originelle Autoren in Text und (gerne gezeichnetem) Bild ihre aussagekräftigen Artikel. Ein Bollwerk des essayistischen Journalismus.

Mit der heute erschienen iPad-App (iTunes-Link), die es zunächst kostenlos gibt, kann man sich dann die jeweilige, monatlich erscheinende Ausgabe kaufen. Kostet 3,99 Euro. Wer sich dafür entscheidet, lädt infolgedessen mit dem iPad 173 MB runter. Empfehlenswert also, sich in einem W-LAN-Netzwerk zu befinden.

Das Cover der Oktoberausgabe ist von David Hockney, bekannter britischer Maler und bekennender iPad-Nutzer, der das auf Brushes gezeichnet hat, wie man in einem Video sehen kann. Überhaupt: es gibt viele Videos zu sehen, unter anderem ein seltenes Stück mit John Cage, siehe Screenshot.

Titelstory ist “The Unsocial Network” mit einem Text von Malcalm Gladwell, der über Twitter herzieht. Es ist jedenfalls die komplette Ausgabe, gehalten im inzwischen fast standardisiertem iPad-Printmagazin-Design. So ganz trauten sie dem Braten allerdings nicht und haben extra ein Stück über das Infodesgin gemacht, hier im Screenshot eine Erläuterung der Info-Elemente.

Insgesamt nichts besonderes, aber das sollte man von diesem Blatt eh nicht erwarten. Es ist bekannt für sein editorisch konservatives Auftreten. Ein kleiner Spleen, den man sich leistet. Hier kommt es allein auf die Inhalte an, die allerdings gut lesbar und interessant aufbereitet sind. Ein Jahresabo der Printausgabe kostet übrigens bei Amazon 150 Euro.

iPad in Hüfthöhe aufständern

von Dirk Baranek am 27. September 2010 · 0 Kommentare

Vor Wochen hatten wir darüber berichtet, jetzt kommt er wirklich: der iPad-Butler.

Es handelt sich dabei um einen etwas über einen Meter hohen Ständer, auf den das iPad mittels eines Klemm-Haltesystems so befestigt wird, dass es wie auf einem hohen Fuß in der Luft zu schweben scheint. Nichts so richtig für zuhause, aber bestimmt sehr nützlich für Messestand, im Laden oder Lokal und in der Hotellobby. Kann dann einfach so etwas wie ein Infoterminal werden.

Der Ständer ist aus Aluminium, kostet 199 Euro und gibt es hier bei Arktis.


Vom draußen rumlaufen: WanderApps

von Dirk Baranek am 27. September 2010 · 2 Kommentare

Ähm, Wandern, jetzt hier? Wo es grade Herbst wird und draußen rumlaufen nicht grade der Bringer ist? Ja, irgendwie bin ich heute reingerutscht in das Thema.

Hach ja, wandern! Biedere Beschäftigung? Geocaching is the new black? Ach was! Mit richtigem Schuhwerk auf unbekannten Pfaden mehr oder weniger ziellos durch die Landschaft streifen ist eine schlichte, gleichwohl labende Tätigkeit. Also wandern ist gut, kann Spaß machen.

Wandern mit dem iPad? Habe ich noch nicht probiert, aber kommt bestimmt. Schuhe habe ich jedenfalls. Für das iPad bräuchte es als Hilfsmittel optimalerweise GPS-basierte Wanderkarten, mit all den Einträgen, die man neben den Wegen und eventuell Touren zuvörderst benötigt: Rastplätze, Gartenwirtschaften, Hütten – denn man will ja schließlich einkehren, der Landschaft Mahl genießen. Klar, ausschreitend vorbei an kleinen Naturwundern, bizarren Felsformationen, gut und schön, aber einkehren, das ist der Höhepunkt.

Kleiner Check genügt, um zu wissen, dass Google Maps, die normale KartenApp dafür nicht ausreicht. Wanderwege sieht man da meines Erachtens nicht. Mal im Appstore schauen..

Unter Wandern findet man da an iPadoptimierten Apps zum Beispiel Trails (iTunes-Link). Kostet 2,39 Euro und gibt es auch als funktonseingeschränkte, kostenlose Lite-Version. Im Kern geht es bei Apps dieser Art um das Aufzeichnen einer Route via GPS. Das Kartenmaterial ist in Ordnung, geht bis auf kleinere Wege runter. Zusatzinfos wie auf Wanderkarten üblich gibt es allerdings nicht.

Oberbayern HD (iTunes-Link) , herausgegeben von einer bayerischen Tourismusbehörde und daher kostenlos, zeigt, in welche Richtung bei diesem Thema gehen könnte. Hier gibt es Karten im Maßstab 1:10.000 und viele sonstige Infos. Ist professionell gemacht. Aber eben leider nur für Oberbayern.

Ähnliches, aber noch weiter optimiert zeigt der renommierte Reiseführerverlag Michael Müller mit der App Wanderführer Mallorca (iTunes-Link). 39 Touren gibt es da, die man mit ausgezeichnetem Kartenmaterial GPS-gesteuert und getrackt abwandern kann. Besser gehts wohl nicht, kostet allerdings 11,99 Euro.

Das war es allerdings auch schon an Apps!! Sieht also ziemlich mau aus…

Warum ich aber eigentlich auf das Thema Wandern gekommen bin, ist der Umstand, dass der Verlag Schaffrath heute, so die Pressemitteilung die uns erreichte, eine Deutschland-Premiere feiert. Seit heute gibt es nämich kostelos die App Wandermagazin (iTunes-Link). Es soll sich um die erste deutschsprachige App handeln, die “auf Basis der Digital-Magazine-Publishing-Technologie von Adobe entstanden ist, mit der auch die WIRED Magazin-App realisiert wurde.” Wir hatten über diese Technik von Adobe berichtet.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die kostenlose App mit dem Wandern und dem iPad rein gar nichts zu tun hat. Vielmehr handelt es sich um ein Printmagazin, dass so einigermaßen für das iPad grafisch optimiert wurde, inklusive drei multimedialer Angebot. Ansonsten sind dort wirklich Links “gedruckt”, also man muss sie abschreiben, um sie zu öffnen – peinlich. Anstatt die sicher kenntnisreichen Geschichten mit Imagebildschrott zu illustrieren, wäre interaktives Kartenmaterial sicherlich angebrachter. Von der Themenauswahl gleich ganz zu schweigen: biederer geht es nimmer, null Gadget vorgestellt zum Beispiel. Wenig bis nichts verstanden, wie so was auf dem iPad stattfinden sollte.

Also eigentlich alles total uninteressant. Hätte ich gar nicht schreiben sollen, diesen Artikel. Was soll’s, jetzt ist er halt da.

Hier noch als Screenshot die Gestaltung dieses schrecklichen Wandermagazins

Das iPad als Lavalampe

von Kacper Potega am 26. September 2010 · 1 Kommentar

Im folgenden Video ist ein stark an Star Wars erinnernder Einsatzbereich für das iPad zu sehen. Es beweist, dass sich das iPad, sollte man irgendwann genug davon haben, sich mindestens mal als verdammt teure Lavalampe eignet. Ist ja auch was. Gefunden bei Supertopic.

Zeitungen: Die Frankfurter Rundschau-App für das iPad

von Kacper Potega am 25. September 2010 · 5 Kommentare

So lange die Gerüchte um eine Apple-eigene Möglichkeit zur Einstellung von Zeitungen und Zeitungsausgaben nur Gerüchte sind, müssen sich die Medienhäuser mit eigenen Apps aushelfen. Nach der Zeit, die vor kurzem eine ganz-okaye App zur Ansicht der eigenen Zeitungen gelauncht hat, bringt nun die Frankfurter Rundschau einen eigenen Kiosk in den App Store.

Die Frankfurter Rundschau selbst machte in der näheren Vergangenheit vor allem mit Luquiditätsproblemen und -gerüchten Schlagzeilen. Gleichzeitig zeigte sie sich beispielsweise mit dem veränderten Format (noch vor der Welt Kompakt) innovativ. Aus diesem Grund lohnt es sich die Schritte der FR zu beobachten.

Die App an sich ist zunächst umsonst, eine “Schnupper-App” (die Ausgabe vom 15.09.2010) gibt es umsonst. Alle anderen Ausgaben kosten 0,79€, was unter dem Preis der Printausgabe liegt. Vor dem Kaufen bekommt man zu jeder Ausgabe eine kleine Voransicht mit den wichtigsten Themen. Nach dem Kaufen geht es direkt hinein in die Zeitung.

Die Ausgaben sind keine einfachen PDFs, in denen man herumzoomen muss, sondern sind speziell für das iPad aufbereitet. Der Text auf der Inhaltsseite ist klickbar und verlinkt quer auf den jweiligen Artikel, in manchen Rahmen kann man scrollen, es ist auch hier und da mal eine Bildgalerie oder ein Video integriert. Gleichzeitig liegt der Fokus deutlich auf den Texten.

Als Porträtmodus-Liebhaber habe ich es erst nicht bemerkt, aber: Die Artikel haben zwei Ansichtsvarianten. Die eine – im Hochformat – zeigt oben die Headline, Anleser und ein Bild zum Artikel. Weiter runter wird dann der reine Text des Artikels ausgegeben. So kann man runterwischen zum weiterlesen oder nach links oder rechts wischen, um zum nächsten oder letzten Artikel zu gelangen. Liest man einen Artikel kann man per Zoomen mit Zwei fingern im Porträtmodus den Text vergrößern. Das ist eine sehr angenehme Funktion, die Texte sind nämlich nicht gerade optimal gestaltet. Standardmäßig ist, für mich, der Text immer deutlich zu klein. Beim hochskalieren bleibt der Zeilenabstand allerdings sehr sehr eng. Typografisch lässt sich hier noch eingies machen.

Im Querformat (Landscape-Mode) besteht der Artikel aus einzelnen Seiten, die sich durch auf- und abwärts Wischen umblättern lassen. Die Seiten sind starr gestaltet, ethalten dafür auch Infografiken und Bilder. Hier ist der Text typografisch angenehmer aufbereitet, allerdings auch nicht optimal. Ein oder zwei Punkt mehr, hätten der Schriftgröße gut getan.

Als Erstbenutzer war es für mich ärgerlich erst spät zu entdecken, dass die App zwei verschiedene Modi besitzt. Schlimmer ist aber, dass man relativ lange braucht, um zu begreifen, dass beim Tappen auf den unteren Bildschirmrand die Navigationsleiste erscheint, mit Hilfe derer man zurück zur Bibliothek gelangt oder sehr einfach durch die Zeitungsinhalte scrollen kann. Ein offensichtlicherer Buton dafür würde Einsteigern einen ersten Frustrationsmoment ersparen.

Ein tolles Feature ist der “Newsticker”, der die aktuellsten Meldungen aus unterschiedlichen Kategorien enthält. So hat man die Zeitung von gestern und die News von heute. Auch hier ist die Schrift aber zu klein und im Querformat nutzt das Layout nicht die Breite des Gerätes – die eine schönere Typografie ermöglicht hätte.

Insgesamt ist es eine sehr angenehme Art die Fr zu lesen. Ich frage mich allerdings wo der Vorteil gegenüber einem gut gestalteten Onlineangebot, das kostenlos zugänglich ist, liegt. Es ist eine Grundsatzfrage, aber ich weiß: Ich bleibe bei Zeit Online. Die FR-App hat Spaß gemacht. Meine Informationen werde ich aber weiterhin aus dem Web ziehen.

Kommt ein iBooks für Magazine und Zeitungen

von Kacper Potega am 24. September 2010 · 1 Kommentar

Als Mitherausgeber eines Magazins kenne ich das Problem, vor dem viele Verleger, Verlagshäuser, Autoren, Magazin- und Zeitungsfans stehen – es gibt auf dem iPad derzeit für Magazine keinen so rechten Ort. Natürlich kann man es so machen wie Wired und eine mittelmäßige App zusammenwurschteln, mit schwacher Bedienung, schwacher Performance und riesiger Datei. Oder man kann alle Bilder rauswerfen, auf Formatierungen verzichten und sein Magazin als eBook bei iBooks reinstellen. Für Tageszeitungen ist das aber kein Modell. Zum anderen gestaltet man Magazine doch nicht aufwendigst, um dann alles für das iPad wieder zu verwerfen.

Es muss also eine andere Lösung her.

Angeblich verhandelt Apple jetzt mit Magazin- und Zeitungsverlagen in den USA, um ein iBooks speziell für Magazine und Zeitungen auf den Markt zu bringen. Das ganze soll abseits von iTunes, iBooks und dem App Store arbeiten. Ein iZines wäre also denkbar.

Streitpunkt soll natürlich die Kohle sein, Apple möchte auch bei diesen Verkäufen gut ein drittel einbehalten, was die Verleger so nicht hinnehmen wollen.

Ich bin gespannt. Zum Start des neuen iPad wäre das auf jeden Fall mal ein echter USP.