Presse- und Blogschau: Videokrimi um ein verlorenes iPad, neue Zahlen und ein Gerät mit Zukunft

von Dirk Baranek am 22. Juni 2010 · 0 Kommentare

Ein kleiner Rundumschlag, was es so an Nachrichten in anderen Medien und Blogs zum Thema iPad gibt.

Wired: iPhone und iPad im Müll gefunden
Krasse Geschichte, die bei WIRED heute erzählt wird. Einem Besitzer eines iPhones und eines iPads sind seine Geräte durch einen unglücklichen Zufall in den Müll geraten. Waren in einer Tasche, die die Müllmänner dann aufgelesen und in ihren Wagen verklappt hatten. Allerdings reagierte der Unglückliche sofort und hat sich mit Hilfe von MobileMe und der dazugehörigen iPhone-App auf die Suche nach den Geräten begeben. Erfolgreich, denn es konnte den Verlust genau lokalisieren. Und ein Video hat er mit seinem Freund auch noch darüber gemacht …

Handelsblatt: iPad kracht durch durch die Decke
Das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt berichtet von neuen Zahlen beim Verkauf des iPads. US-Analysten zeigen sich begeistert vom Absatz der ersten Wochen und haben ihre Vorhersagen teilweise erheblich nach oben korrigiert. 2010 werde Apple etwa 10 Millionen Exemplare verkaufen und im nächsten Jahr sogar 13 Millionen. Mit diesem Erfolg gerate vor allem ein Hersteller unter Druck: Microsoft. Denn deren Betriebssyteme seien entweder zu schwer für die kleinen Akkus der Tablet-Geräte oder zu klein für die sinnvolle Nutzung zum Beispiel beim Abspielen von Videos. Lachender Dritter könnte mal wieder Google sein, dessen Android sich bald wohl auf einigen der erwarteten 50(!) iPad-Konkurrenten finden werde.

Gigold: Gerät mit Zukunft
Thomas Gigold hat in seinem Blog eine längere Eloge auf das iPad veröffentlicht. Zwei Wochen hat er sein iPad jetzt in Benutzung und ist superzufrieden. Das ist insofern bemerkenswert, da Gigold ein echter Techie ist und ein ziemlich kritischer Geist obendrein. Er schildert, was er so damit macht, wie sich seine Familie des Dings bemächtigt (ein öfters zu lesende Beobachtung) und wie er so damit zurechtkommt. Fazit: Ein Gerät mit Zukunft.

FAZ: Der SPIEGEL ist auf dem iPad eine Insel
Ausführliches Gespräch von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher mit SPEGEL-Chef Mathias Müller von Blumencron über die Geschichte und die Zukunft des Online-Journalismus. Natürlich spielt das iPad eine große Rolle. Unter anderem sagt er:

Die Frage ist doch: Was macht das Netz mit dieser Gesellschaft? Ganz klar: Es gibt eine Beschleunigung. Informationen werden blitzschnell ausgetauscht, Neuigkeiten kommen im Sekundentakt. Allerdings ist das iPad auch eine Reaktion darauf. Es bedient die Sehnsucht nach Simplifizierung, ohne eine Entsagung von der digitalen Welt zu verordnen. Es ist also ein Gerät des Fortschritts und kein Rückwärtsgang. Und deshalb ist es ideal für die Menschen, die derzeit angesichts der digitalen Informationsflut Zeichen der Erschöpfung zeigen. Denn eines ist doch ganz klar: Die digitale Revolution wird sich rasch fortbewegen, glücklicherweise. Kein Medium ist idealer, um Wissen zu teilen. Und nur wenn wir unser Wissen noch viel mehr teilen, geht es wirklich voran.