Adobe mischt beim iPad mit: Digital Publishing Platform

von Dirk Baranek am 1. Juni 2010 · 2 Kommentare

Adobe und Apple, es ist eine Art Hassliebe. Seit Jahren sind die von der Softwareschmiede entwickelten Software-Produkte (Creative Suite) die bevorzugten Anwendungen für Nutzer von Apple-Maschinen. Für eine ganze Generation von Designern und Grafikern waren Adobe und Apple zwei Seiten einer Medaille, die goldig glänzt.

Das ist nach dem Streit um die ebenfalls von Adobe verbreitete Flash-Technologie ein bisschen anders geworden. Die beharrliche Weigerung von Apple-Chef Steve Jobs, Flash auf dem iPhone und zuletzt dem iPad zu ermöglichen, hatte gelinde gesagt zu atmosphärischen Störungen zwischen den Unternehmen geführt.

So langsam scheinen sich aber die Wogen wieder zu glätten. Zumindest Adobe verkriecht sich nicht in die Schmollecke, sondern hat heute angekündigt, ein speziell auf das iPad zugeschnittes Produkt zu entwickeln.

Es handelt sich dabei um eine sogenannte Digital Publishing Platform. Die soll, so Adobe-Vizemanager David Burkett, Medienproduzenten einfach ermöglichen, ihre Produkte für das iPad zu optimieren. Vorbild für diese Konversion ist die iPad-Ausgabe des Magazins WIRED. Die wurde auf der Basis von InDesign erstellt und dann mit dem genannten neuen Produkt iPad-optimiert (wenn ich das richtig kapiere). In diese Richtung soll es jetzt weitergehen. In den Adobe-Laboren wird bereits an einem echten Produkt getüftelt.

Hier gibt es eine eigenen Webpräsentation zu diesen Angeboten für Verlage: www.adobe.com/digitalpublishing/