Das iPad in der Schule und der Fluch der frühen Geburt

von Kacper Potega am 19. März 2010 · 1 Kommentar

Schulklasse von Früher

Ich frage mich in letzter Zeit immer häufiger: Wie kann heute überhaupt jemand behaupten früher sei alles besser gewesen. Früher, ohne soziale Netzwerke, wo man die Menschen noch in der Kneipe kennen gelernt hat, meistens aber gar nicht und wo es noch kein iPhone gab, mit dem man überall seine E-Mails abrufen konnte und musste. Wir leben doch in der geilsten vorstellbaren Zeit und die Zeiten, die kommen werden, werden doch noch geiler.

Zum Beispiel wäre ich jetzt doch viel lieber Schulkind. Stellt es euch doch nur vor! Alle Schulbücher auf dem iPad dabei haben, keinen Schweren Tornister (sagt man das heute noch so?) durch die Gegend schleppen. Nur ein stylishes Sleeve mit iPad drin, einen Block und einen Stift. Und ein Packung Zigaretten, die man dann heimlich hinter der Turnhalle raucht.

Eigentlich ist das gar nicht so ungreifbar. Klar: Im Moment sind die Dinger noch zu teuer, um jeder Familie zuzumuten jedes ihrer Kinder mit einem iPad auszustatten. Die Schulen haben dafür eh kein Geld. Aber wir stehen am Anfang einer Entwicklung. Diese neue Form von Rechner wird immer günstiger werden und immer mehr Menschen zugängig. Und irgendwann dann auch multitaskingfähig. Dann kann man auch mehrere Bücher gleichzeitig offen haben.

Die ersten Amerikanischen Schulbuchverlage haben bereits angekündigt ihre Schulbücher auch für das iPad zur Verfügung zu stellen. Der erste Schritt ist getan.

Foto unter CC-Lizenz von flickr-User ‘Playingwithbrushes’