Aus dem Monats-Archiv:

März 2010

Apple storniert iPad-Bestellungen aus dem Ausland

von Dirk Baranek am 31. März 2010 · 0 Kommentare

Ohje, da haben sich wohl einige zu früh gefreut, die das iPad unbedingt vor dem offiziellen Startschuss außerhalb der USA haben wollten. Wie der Blog MobileGames berichtet, erhalten Besteller, die über Dienste wie MyUS, Borderlinx und Shipito ein iPad geordert haben, jetzt reihenweise Absagen. In einer Mail an seine Kunden schreibt zum Beispiel Borderlinx

Apple has deployed sophisticated means to detect any order that would be delivered to consumers outside the US and cancel them all.

Preise für das iPad in Deutschland

von Kacper Potega am 31. März 2010 · 3 Kommentare

Die folgenden Informationen beruhen wohl eher auf Spekulationen als auf harten Fakten, sie sind also mit Vorsicht zu genießen. Vorenthalten wollen wir sie aber trotzdem nicht.

Angeblich sollen nämlich die iPad-Preise für den Vertrieb in Europa durchgesickert sein. Anders als zunächst vermutet, wird Apple den relativ günstigen Dollarkurs wenigstens zu einem Teil weitergeben. So soll das günstigste WiFi-Modell in Deutschland schon für 459 € zu haben sein. Das wären immerhin noch knappe 90 € mehr als direkt umgerechnet. Aber das ist doch besser als nichts. Das Topmodell mit 3G und 64 GB soll “unter 800 € liegen”.

Bald wissen wir es mit Sicherheit genauer.

  • Gerüchten zufolge lautet das Erscheinungsdatum für das Apple iPad in Deutschland: 24. April. Kanadischen Applestore-Mitarbeitern soll für diesen Tag eine Urlaubssperre verhängt worden sein und die Wahrscheinlichkeit, dass der iPad-Release in Kanada gleichzeitig zu dem in Europa geschieht, ist sehr hoch.
  • In Zusammenhang mit dem Erscheinen des iPad warnt Greenpeace vor den Umweltgefahren des Cloud Computing und ähnlicher neuer Technologien.
  • Das seit gestern verfügbare iTunes 9.1 ist iPad-bereit. Neben einigen kleinen Änderungen in Genius ist das die größte Neuerung der aktualisierten Version.
  • Es gibt immer wieder Meldungen über einen s.g. “untethered jailbreak” (sprich: einen Jailbreak, der auch nach einem Neustart des Geräts erhalten bleibt) der iPad-Firmware. Auf Youtube kursieren haufenweise Videos. Wir glauben es aber erst, wenn wir es mit eigenen Augen gesehen und erlebt haben.
  • Aus der Lizenzvereinbarung für Käufer von Apples iPad geht hervor, dass Upgrades der Firmware in Zukunft kostenpflichtig sein könnten. Das Gerät wird mit dem Mobile OS 3.2 ausgeliefert, 4.0 soll noch dieses Jahr kommen. Welches Update, ob überhaupt und wie viel es kosten wird ist bislang jedoch unklar. Wie immer ist das alles von Apple auch noch nicht bestätigt worden.

Bücher lesen und durchforsten auf dem iPad

von Dirk Baranek am 31. März 2010 · 0 Kommentare

Apple hat vorgestern Videos veröffentlicht, die anschaulich zeigen, wie das alles so funktioniert auf dem iPad. Hier in diesem Beispiel geht es um die iBook, die App mit der man Bücher kaufen und lesen kann. Ganz aufschlussreich sind ein paar Funktionen, die weit über das hinausgehen, was man normalerweise mit dem digitalen Konsum von Büchern verbindet. Also umblättern, das Erscheinungsbild ändern usw.

  • Lexikon. Es wird gezeigt, wie man ein Wort antippen kann und dann bekommt man in einem darübergelegten kleinen Fenster einen Lexikoneintrag zu diesem Wort.
  • Suche. Das gesamte Buch ist nach mit Freitextsuche durchsuchbar.
  • Lichtverhältnisse. Die Bildschirmhelligkeit des iPad passt sich automatisch an die Lichtverhältnisse der Umgebung an.

Fazit

Mit solchen Funktionen können gedruckte Bücher natürlich nicht mithalten. Ein komplette Durchsuchbarkeit ist vor allem für Sachbücher und wissenschaftliche Literatur hochinteressant. Ob und welches Lexikon oder Wörterbuch dann auf Deutsch eingebaut ist, wird man sehen müssen.

iPad-App: Mit Infinote Ideenskizzen clustern

von Dirk Baranek am 30. März 2010 · 0 Kommentare

Mit der iPad-App Infinote kommen die kleinen neonbunten Klebezettel auf den Bildschirm. Sie kleben also nicht mehr dran, sondern sind drin. Damit wird das erfolgreiche, wenn auch manchmal überbordende Konzept der Haftnotizen weitergedacht.

Eigentlich nicht extrem spektakulär, aber der Umstand, dass man die kleinen bunten Dinger auch auf der Fkäche verteilen und übereinander schieben kann, erscheint doch nützlich. Damit kann man Ideen clustern, nach Themen gruppieren und otpisch zusammenfassen. Zusammen mit einem Beamer also sehr wohl geeignet, in Meetings diese Brainstormings zu produktiven Veranstaltungen zu machen.

Der Mobilfunkanbieter Simyo prescht vor. In einer Pressemitteilung verkündet das Düsseldorfer Unternehmen Folgendes:

simyo bietet für das neue iPad ab April als erster Mobilfunkanbieter in Deutschland die Micro-SIM-Karte für 14,90 Euro inklusive 3 Euro Startguthaben und ohne Vertragsbindung an.

Was ist das? Wird es das iPad 3G mit UMTS ohne Vertragsbindung geben? Das wäre neu, das wäre sensationell, denn bisher ist absolut nichts bekannt, wie die UMTS-Version des iPad hierzulande vermarktet werden wird.

Wenn man sich die Pressemitteilung etwas näher anschaut, kommt der Verdacht auf, dass es sich hier nur um einen PR-Gag handelt. Denn man kann die Micro-SIM-Karte gar nicht kaufen, sondern: Man soll sich für einen Newsletter eintragen und wird informiert, “sobald die Micro-SIM bei simyo bestellt werden kann“.

Es geht sogar noch weiter. Offenbar ist man bei Simyo richtig sauer über die Bindung des iPhones an die Telekom. Denn es gibt gleich noch einen Hinweis auf eine Initiative “iPhones for free”. Das liest sich so

simyo setzt sich, wie bei der Initiative http://www.iphonesfree.de/, hier erneut für einen einfachen, fairen und transparenten Mobilfunkmarkt ein, in dem jeder sein Wunschgerät mit einem günstigen Tarif seiner Wahl kombinieren kann. Die iPhone-Initiative hat während einer Laufzeit von neun Monaten mittlerweile 25.000 Unterstützer gewonnen und wird von simyo als Petition in den kommenden Tagen an die Deutsche Zentrale von Apple übergeben.

Fazit:
Es scheint sich hier um den Versuch zu handeln, auf dem aktuellen iPad-Hype mitzureiten und seine, okay, vielleicht berechtigten, wirtschaftlichen Interessen als Mobilfunkanbieter unterzubringen. Ziel ist es wohl, gleich mal zu verhindern, dass mit dem iPad das Gleiche passiert wie mit dem iPhone. Der suggerierte Traum vom vertragsfreien iPad entpuppt sich allerdings beim genauen Hinsehen als ziemliche Blase.

Auf telefonische Nachfrage war bei Simyo niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch bei der Agentur Grayling, an die wir verwiesen wurden, hatte niemand für uns Zeit. Auf einen Rückruf warten wir noch. Anruf ist jetzt erfolgt. Allerdings haben wir auch nicht mehr rausgekriegt, als in der Pressemitteilung. Im Grunde wissen die auch nicht mehr, als alle anderen …

Ganz interessant, was die Leute von Gutscheincode da erstellt haben. Es geht darum, wie teuer Apple-Produkte wären, wenn sie heute veröffentlicht würden – und zwar unter Einbeziehung der Inflation. Und siehe da: bei diesem Preisvergleich schneidet das iPad verdammt gut ab. Wobei natürlich generell IT-Hardware im Laufe der letzten Jahrzehnte auf Grund der Massenfertigung erheblich preisgünstiger geworden ist. Trotzdem: das iPad kostet fast genauso viel wie seinerzeit der erst iPod. Das ist schon erstaunlich…

Lesetipp: Das iPad und die Bücher

von Kacper Potega am 29. März 2010 · 0 Kommentare

Einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema iPad und Bücher können wir allen Lesern, die der Englischen Sprache mächtig sind, nur dringend ans Herz legen:

Books in the age of the iPad

Bei aller Begeisterung für das iPad und diese Art von Technologie sollte man jedoch eines nicht vergessen: Zunächst wird das iPad nicht viel verändern, auf keinen Fall alles. Der Text sollte eher wie eine Träumerei voll interessanter Ideen gelesen werden.

Apple scheint die Tore weit aufzumachen für Kleinverleger bzw. für solche Autoren, die noch nicht mal einen Verlag haben. Das berichtet der US-Blogger Dean Takahashi. Der publiziert seine Bücher bei dem US-Dienst Smashwords. Dort kann jeder seine als Word-Dokument gestalteten Werke einstellen und zum Verkauf anbieten.

Takahashi berichtet, auf Smashwords gebe es jetzt einen Premiumkatalog. Wer dort seine Titel einstelle, werde automatisch im iBookstore, den Apple für das iPad entwickelt hat, aufgenommen. Nach wie vor kann jeder den Preis selbst festlegen, wenn dieser auf 99 ende (1,99, 2,99 usw.)

Smashworks fügt dem Werk dann eine ISBN-Nummer hinzu und hat wohl einen Deal mit Apple über die Verteilung der Provision gemacht. Der Autor erhält demnach 60 Prozent für jedes verkaufte Exemplar. Den Rest teilen sich Smashworks und Apple. Vorabkosten für das Einstellen in den iBookstore werden nicht fällig.

iPadNews: HTML5-Videos & Marktforschung

von Kacper Potega am 29. März 2010 · 0 Kommentare

  • Nach YouTube experimentiert nun auch auch Brightcove mit HTML5 – den iPad-Nutzern zuliebe. Das könnte vor allem die Websites aller Gruner+Jahr-Publikationen sowie Zeit Online betreffen, die von dem Dienst Gebrauch machen. Videos auf Nachrichtenportalen steht also kaum noch etwas im Wege.
  • Eine Umfrage unter 2.000 repräsentativen Teilnehmern in den USA hat ergeben: Das iPad kaufen vor allem Apple-Fanboys. Der Rest kann damit (noch) nicht so recht etwas anfangen. Das war beim iPhone anfangs ja ähnlich. Mal sehen wie das in ein bis zwei Jahren aussieht.