Aus dem Monats-Archiv:

Januar 2010

Die Verlage reiben sich die Hände…

von Dirk Baranek am 31. Januar 2010 · 0 Kommentare

Ein etwas reißerisch getitelter Artikel auf dem US-Techblog Mashable – Apple vs. Amazon: The Great Ebook War Has Already Begun – bietet Anlass, sich einmal das Vertriebsmodell der Verlage anzuschauen. In dem Artikel wird über eine Recherche der New York Times berichtet, nach der die Produkte des relativ großen US-Verlages Macmillan nicht mehr bei Amazon zu finden sind.

Hintergrund, so die Recherchen von NYT, seien Streitigkeiten zwischen Verlag und Online-Vertrieb über die Vertriebsmargen. Meint: Wie teilen sich Amazon und Macmillan die Erlöse auf, die sie durch einen Buchverkauf einnehmen? Bisher, so die NYT, hatte Amazon in etwa das gleiche Preismodell bei E-Books wie bei den Hardcover-Bänden durchgesetzt. Verlag und Vertreib teilen sich demnach den Erlös je zur Hälfte.

[click to continue…]

Videos: Das iPad aus Nutzerperspektive

von Dirk Baranek am 31. Januar 2010 · 0 Kommentare

Bei der Vorstellung des iPad durch Steve Jobs waren viele Journalisten anwesend, die nach dem Ende der Veranstaltung die Gelegenheit hatten, das neue Apple Tablet auszuprobieren. Hier zwei Videos, die die Leute von Slash Gear dabei angefertigt haben. Verschaffen eine ganz guten Eindruck, was den Nutzer erwartet.

Fazit: Brillanter Bildschirm und ganz schön schnell, das Ding!!

Linktipps: Das Web über das iPad

von Dirk Baranek am 29. Januar 2010 · 0 Kommentare

Der Strom von Nachrichten- und Meinung zum neuen Apple Tablet reißt nicht ab. Damit wir nicht den Überblick verlieren hier ein paar Linktipps.

Stephen Fry, britischer Schriftsteller und Web-Enthusiast, hat einen langen Artikel im Guardian veröffentlicht. Tenor des Autors in seinem langen, in Englisch verfassten Artikels: Das iPad wird der Renner. Er schreibt, allerdings noch ganz unter dem Eindruck der Keynote von Jobs, bei er dieses Mal live dabei war:

iPad 1.0 is still fantastic enough in its own right to be classed as a stunningly exciting object, one that you will want now and one that will not be matched this year by any company.

Sehr lesenwert.

Der Tech-Blogger Frank Feil macht sich in m4magic Gedanken über die SIM-Karte. Denn die beim iPad verwendete ist wesentlich kleiner, als die in Deutschland handelsüblichen. Bisher unterstützt kein deutscher Provider das Format der Micro SIM …

Bei Heise spekuliert man über den Prozessor des iPad. Denn bei diesem soll es sich um einen erstmals von Apple selbst entwickelten Chip handeln. Mehr als den Namen – A4 – weiß man aber bisher nicht.

Golem fasst in einem Artikel die verschiedenen Reaktionen von Verlagen und Buchhandelsorganisation zusammen, die es in Bezug auf den Verkauf von digitalen Büchern im Format ePub gibt. Zu Wort kommt unter anderem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Dieser begrüßt die Entscheidung für das Dateiformat und die damit mögliche Rechteverwaltung. Kritisiert wird aber, dass im dann vorhandenen iBookstore gekaufte Titel eben nur auf dem iPad zu lesen sind. Es müsse für eine geräteunabhängige Verfügbarkeit der E-Books gesorgt werden.

Die Preise für das iPad

von Dirk Baranek am 29. Januar 2010 · 2 Kommentare

Der Apple-Händler und Serviceanbieter Cancom hat soeben erste Preise für das iPad auf seiner Website bekanntgegeben. Dort sind die Geräte auf vorbestellbar. Einen Liefertermin gibt es allerdings nicht.

Die Preise für das iPad bei Cancom (inkl. 19 Prozent MwSt) gestalten sich wie folgt:

Festplatte mit 16 GB und mit WiFi: 499 Euro
Festplatte mit 32 GB und mit WiFi: 593 Euro
Festplatte mit 64 GB und mit WiFi: 696 Euro
Festplatte mit 16 GB und mit WiFi und 3GS: 624 Euro
Festplatte mit 32 GB und mit WiFi und 3GS: 724 Euro
Festplatte mit 64 GB und mit WiFi und 3GS: 827 Euro

PS: Heute erreichte uns noch ein Hinweis auf die Website macXperts. Dort kann man 10 Euro sparen und, so die Quelle, auch 0%-Finanzierungen kriegen…

P.S.2: STOPPP!! Apple hat laut Presseberichten heftig auf die Bremse getreten. Angeblich müssen alle Online-Shops ihre Vorbestellungen einstellen. Grund: Ein unklares Vertriebsmodell. Hintergrund ist der Umstand, dass für den Betrieb mit 3GS ein Vertrag mit einem Provider nötig ist. Wie,  zu welchen Konditionen und ob wieder exklusiv bei einem Anbieter wie beim iPhone, ist aber noch gar nicht klar.

Droht ein Namensstreit um das iPad?

von Dirk Baranek am 29. Januar 2010 · 1 Kommentar

Verschiedene Quellen melden, dass es wohl Konflikte um den Namen iPad geben könnte.

Zum einen ist da die gefährliche Nähe zu einem in den USA sehr bekannten Hygienartikel für Damen. Eine bestimmte Tamponmarke trägt seit vielen Jahren den Namen iPads. Im Web kursiert daher schon das Schlagwort iTampon… rechtlich dürfte das eher kein Problem sein, denn namensrechte gelten immer nur für eine bestimmte Produktklasse

Der nächste Fall, den der Blog Basic Thinking auf der Basis von US-Webseiten berichtet, wiegt etwas schwerer. Vor etwa fünf Jahren hatte nämlich das japanische Unternehmen Fujitsu eine Telefon mit dem Namen iPad vorgestellt. Angeblich haben sie auch noch die Namensrechte, aber Apple konnte seine Namensanmeldung ohne Beanstandungen vollziehen. Fehler der Behörde? Fujitsu will angeblich nun eine juristische Kärung herbeiführen. Zeit dafür bleibt bis Ende Februar. 2010.

Zuletzt hat ein deutscher Anwalt eine fast vier Jahre alte Markenanmeldung der Siemens AG aufgestöbert. Außerdem verweist RA Hänsch auf weitere Eintragungen durch andere Firmen.

Fazit
Inwieweit dies alles zum Tragen kommt, ist natürlich unsicher. Klar ist, beim Markenrecht gibt es ohne Kläger keinen Richter. Nur wenn die betroffenen Rechteinhaber gegen Apple vorgehen, wird es wirklich zum rechtsstreit kommen. In der Vergangenheit hat Apple verschiedene Markenstreitigkeiten stets zu seinen Gunsten entschieden. Dabei mag aber allerdings auch ab und zu ein hübsches Sümmchen den Besitzer gewechselt haben…

Würden Sie ein iPad kaufen?

von Dirk Baranek am 29. Januar 2010 · 0 Kommentare

Kritiken hin oder her: Wenn Dir jemand 1.000 Euro schenkt, würdest Du Dir davon ein iPad kaufen? – Diese Frage stellt heute der Blogger Robert Basic via Twitter. Hier das bisherige, laufend aktualisierte Resultat.


Fazit
Zumindest bei Basics Lesern scheinen diese zwei Faktoren eine Rolle zu spielen
– die meisten gehören zur skeptischen Fraktion und sind nicht überzeugt von den bisher vorliegenden Informationen über das iPad.
– viele haben offenbar generell ein begrenztes Budget, weil sie mit 1.000 Euro was besseres anzufangen wissen.

Problem ist allerdings, dass ja eigentlich noch niemand weiß, wie teuer das iPad auf dem Euro-Markt sein wird. Selbst bei Amazon bleibt das offen. iPad bei Amazon

Eines ist klar: Apple ist es wieder gelungen, eine gigantische Medienlawine loszutreten. Keine Nachrichtensendung, kein Online-Magazin, keine Tageszeitung konnte das Thema iPad heute auslassen.

Wie schon oft beobachtbar und daher zu erwarten war, ist die Öffentlichkeit gespalten bzw. finden nicht wenige ein paar riesige Haken an der Sache. Zwischen Begeisterung und schierem Frust ist alles dabei.

Hier einige der wichtigsten Thesen

Contra

Kein Multitasking. Ähnlich wie beim iPhone soll es auf dem iPad nicht möglich sein, mehrere Anwendungen parallel zu nutzen. Bevor man ein Programm aufruft, wird das vorherige geschlossen.

Zu wenig Anschlüsse. Das iPad, so die technischen Spezifikationen auf bei US-Apple verfügt nur über zwei Anschlüsse: den Dock-Connector und den Koppfhörerausgang. Kein USB, kein VGA-Ausgang, um einen Beamer anzuschließen, kein Netzwerkanschluss. Stattdessen wird man Videokamera oder Foto-Digicam mittels eines Adapters mit dem iPad verbinden können, der so genannte “Camera Connection Kit”. Hier steht USB und ein Schacht für eine Speicherkarte zur Auswahl.

Zu breiter Rand. Einige halten den Rand neben dem Bildschirm für zu groß. Tatsächlich hat das 700 Gramm schwere iPad einen etwa 1,5 Zentimeter Rand um den Touchscreen. Hier ist also noch Luft für die Apple-Enwickler.

Kein Flash. Wie auch das iPhone wird das iPad zunächst keine Flash-Grafiken anzeigen können.

Das Oma-Gerät. Beliebter Spott einiger Blogger heute. Meint: zu wenig technische Raffinesse, zu reduziert in den Anwendungsmöglichkeiten. Letztlich nur geeignet für die Oma, die auf dem Sofa in Ruhe Bücher lesen will.

Pro

In einem beinahe euphorischen Artikel für die FAZ hat der deutsche Webunternehmer Ibo Evsan all die Argumente genannt, die von den Befürwortern ins Feld geführt werden. Für diese ist das iPad eine Revolution, der Beginn einer neuen Zeit.

All diese Argumente beziehen sich auf die publizistischen Möglichkeiten, die sich für die Anbieter von Inhalten für das iPad ergeben. Evsan sieht Apple schon als neuen Großverlag der Welt. Was hier genau möglich sein wird ist offen. Fest steht, dass viele Verlage auf genau diesen Schachzug gewartet haben. Denn erst das iPad wird, so die Vorstellung, die kostenpflichtige Nutzung von Inhalten am Bildschirm voranbringen.

Die bisherigen Versuche von Amazon und Co mit ihren E-Readern wie dem Kindle hatten bereits viel versprechende Ergebnisse. So hatte Amazon für das letzte Weihnachtsgeschäft hervorragende Zahlen in diesem Bereich vorgelegt. Aber erst die multimedialen Fähigkeiten des iPad sind richtig attraktiv für Nutzer. Die wollen eben nicht nur Bücher und Zeitungen darauf lesen, sondern im Internet surfen, Musik hören oder Filme anschauen.

Fazit

Wie schon oft bei Apple-Produktneuheiten zu beobachten war, birgt die erste Gerätegeneration noch mächtig Potenzial zur Optimierung. Es bleibt zu hoffen, dass das US-Unternehmen auch in diesem Fall auf die Nutzer hört und sich der Kritik annimmt.

Das iPad – das universelle Buch

von Dirk Baranek am 28. Januar 2010 · 0 Kommentare

So langsam verzieht sich der Rauch und es kommt zu realistischen Einordnungen über den wahren Charakter des neuen Tablet-Computers, den Apple mit dem Namen iPad auf den Markt bringen wird. Alles natürlich auf der Basis der veröffentlichten Informationen, denn wirklich in der Hand gehabt hat das Gerät noch niemand, außer den Apple-Mitarbeitern.

Sicher, der iPad mit seiner Touchscreen-Oberfläche wird mehr bieten als iPhone oder iPod. Zumindest was die Desktop-Anwendungen, also die bekannten Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und zur Erstellung von Präsentationen angeht, betritt der iPad Neuland. E-Mail, Foto- und Musikverwaltung, Kalender usw sind ja vom iPhone schon bekannt.

Daneben, und das ist auch schon eine kleine Sensation, solle alle 120.000 bisher erschienen iPhone-Apps auf dem iPad funktionieren. Selbst die location based services können auf Grund des in die 3G-fähigen Geräte integrierten GPS betrieben werden.

Die wirkliche Stärke des iPad wird aber, da sind sich alle Medien heute einig, in der Fähigkeit liegen, elektronisch Bücher und Zeitungen zu konsumieren. Dazu wird es einen iBookstore geben, der bisher noch nicht zugänglich ist. Apple-Chef Steve Jobs hat gestern einen ersten Einblick gegeben. Hier ein kurzer Ausschnitt aus seiner Keynote, in der er den iBookstore vorstellt.

Neben den Produkten der großen Verlage, den vielen Bücher, Nachschlagewerke, Magazine und Tageszeitungen, könnte das auch eine interessante Chance für Kleinverleger werden. Springender Punkt ist dabei natürlich die Struktur der Daten. Hier hat sich Apple für ein offenes Format entschieden: ePub. Das zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass so publizierte Texte dynamisch an die jeweilige Bildschirmgröße des Lesers angepasst werden.

Um Texte oder Bücher in dieses Format zu transformieren, gibt es einige Programme. Teilweise kostenlos … (Mehr Infos siehe hier bei Wikipedia)

Wenn Apple diesen neuen Markt öffnet und die Zugangs-, Freigabe- und Abrechnungsbarrieren sehr niedrig hängt, könnte bald jeder seine Werke im iBookstore veröffentlichen. Ohne einen einzigen Cent für den Druck zu investieren. Und Geld damit verdienen, ohne sich um technische Infrastruktur für Bereitstellung und Micropayment kümmern zu müssen. Sicher, solche Angebote gibt es auf Basis des PDF bereits heute, aber Apple könnte der Sache durch seine Marktmacht eine ganz andere Dynamik geben.

Fazit

Es bleiben noch viele Fragen offen, aber das iPad hat alle Chancen, den Markt für das ehemals gedruckte Wort auf eine neue Basis zu stellen.

Technische Details des iPad

von Dirk Baranek am 27. Januar 2010 · 0 Kommentare

Hier auf den Millimeter genau die Spezifikationen für das iPad.

  • Höhe: 24,28 Zentimeter
  • Breite: 18,97 Zentimeter
  • Tiefe: 13,4 Millimeter
  • Gewicht: 680 Gramm (WiFi Modell) bzw. 730 Gramm (3G-Modell)
  • Display: 9,7 Zoll – 1.024 x 768 Pixel
  • Wireless WLAN 802.11 a/b/g/n
  • Bluetooth 2.1 + EDR – UMTS/HSDPA/GSM/EDGE (optional)
  • Speicher-Kapazität: 16, 32 oder 64 GByte Flash-Speicher
  • Prozessor: 1 GHz Apple A4
  • Audio-Formate: AAC, MP3, Audible, Apple Lossless, AIFF, WAV
  • Video-Formate: M4V, MP4, MOV
  • Akku: 25 W Lithium-Polymer; bis zu 10 Stunden Laufzeit bei WiFi-Nutzung und Video-Wiedergabe
  • Sonstiges: Digitaler Kompass, Assisted GPS (nur bei 3G-Modell), Mikrofon, Lautsprecher, Dock Connector, 3,5 mm Kopfhörer-Anschluss

Das oder der iPad?

von Dirk Baranek am 27. Januar 2010 · 1 Kommentar

Kaum ist das neue Apple-Modell, iPad erschienen, schon gibt es Diskussionen, wie denn das Gerät mit dem deutschen Artikel zu bezeichnen ist.

Heißt es also “der iPad”? – eventuell analog zum Musikplayer von Apple, den alle Welt als “Der iPod” bezeichnet.

Oder besser “das iPad”? – analog zu der bekannten Watteplatte oder dem Kaffee-Portionsdöschen?

Letzteres scheint sich abzuzeichnen, wie bereits einige Twitterer proklamieren. Hier der Kommentar von @nico

ipad_das_nico

Ähnlich auch Malte Dietrich.

Wir halten uns also erstmal dran, und sagen “Das iPad”. Mal sehen, was Apple mitteilen wird, wenn es in Deutschland beworben wird …